Nach der Wahl – Sieg der Wahlboykott-Propaganda?

Nach der Wahl – Sieg der Wahlboykott-Propaganda?

Politische Parteien reflektieren nach Wahlen den Erfolg oder Misserfolg ihrer zuvor erfolgten Propaganda gemeinhin anhand der Wählerzahlen. Fraglich bleibt unterdessen, woran sich der Erfolg jener Positionen bemessen lässt, die in konsequenter Fortführung ihrer ablehnenden Grundhaltung zum System der Demokraten stets dazu aufriefen, den Wahlzirkus gänzlich unbeachtet zu lassen.

Tatsache ist: Die Wahl zum neuen Bundestag ist vorbei, und mit knapp 72% haben sich so wenige Deutsche wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik daran beteiligt. War noch bei der Europawahl für viele Kommentatoren der Systemmedien das gute Wetter der Hauptgrund für die Wahlverweigerung, kann dies mit zunehmend wechselhaftem Herbstwetter diesmal kaum als Erklärung herhalten.

Mangelndes Interesse der Deutschen, wie es zu EU-Themen regelmäßig diagnostiziert wird, wurde durch die Medien in den letzten Wochen kategorisch ausgeschlossen, da stets die immens hohen Beteiligungszahlen der Bevölkerung an Wahlkampfveranstaltungen hervorgehoben und als Indiz der gestiegenen politischen Wahrnehmung in Zeiten „der Krise“ erachtet wurden.

Rund 63 Millionen BRD-Bürger waren wahlberechtigt – und angesichts der Wahlbeteiligung haben damit immerhin knapp 18 Millionen Menschen gezeigt, dass sie der Stimmabgabe keinen Sinn abgewinnen können, der sie dazu bewegen könnte, sich für irgendeine der Parteien innerhalb des Systems zu entscheiden.

Hinzu kommen 2,5 Millionen Menschen, die sich für „Sonstiges“ und damit neben Kleinparteien, die von vornherein chancenlos waren, auch für die Abgabe ungültiger Stimmzettel entschieden haben (was jedoch als Protestzeichen deutlich weniger Aussagekraft hat, als es bei einer insgesamt niedrigen Wahlbeteiligung der Fall ist).

Festzuhalten ist demnach, dass es in Deutschland trotz jahrzehntelanger Propaganda der Demokraten, in welcher zuletzt der Tenor „Hauptsache, Du wählst (irgendwas und damit immerhin unser System)!“ galt, ein Millionenheer an Menschen gibt, die sich nicht am System der Demokraten beteiligen.

Zweifellos wäre es jedoch vermessen, aus diesen Zahlen das ebenso hohe Potenzial einer politischen Erhebung zu folgern. Ebenso zeugte es von unberechtigtem Optimismus, aus der Nichtteilnahme bereits auf die Unzufriedenheit zu schließen, die es nur noch „in die richtige Richtung“ zu steuern gelte. Zuletzt kann nicht einmal darauf geschlossen werden, es würde überhaupt irgendein politisches Minimalinteresse bei jenen Deutschen bestehen, denen die Wahlen schlichtweg egal sind.

Durch ein perfides Mediengeflecht zur allumfassenden Agitation des gelebten Individualismus und der Freiheit, sich letztlich auch jeglicher Verantwortung entziehen zu dürfen, entstand eine zwar steuerungsunfähige, aber ebenso handlungsunfähige Masse von Medienkonsumenten, die, so sie schon nicht zur Beteiligung am System ermuntert werden kann, jedenfalls auch kein Interesse an dessen Abschaffung entwickeln wird, solange sie hinreichend durch Brot und Spiele versorgt und bei Laune gehalten bleibt.

Wird unter diesem Aspekt nun ein nicht geringer Teil von „Protestwählern“ in die Betrachtung einbezogen, der seine Stimme links- oder rechtsextremen Systemparteien gab, verbleiben unter den knapp 20 Millionen vermeintlich systemmüden Wahlberechtigten kaum genügend Deutsche, die auch über die Wahlverweigerung hinaus dem System die Stirn zu bieten bereit wären – denn schließlich ist es nicht die schwerste Aufgabe innerhalb des Widerstandes, am Wahltag das Wahllokal zu meiden oder die Wahlbenachrichtigungskarte wegzuwerfen.

Fraglich sind nun die Konsequenzen, die der Widerstand aus diesen Folgerungen zu ziehen hat. Bisher gelang es allenfalls, in tendenziell unzufriedenen Deutschen durch plakative und provokante Aktionen eine Selbstrechtfertigung dafür zu veranlassen, dem System auch in allen anderen Belangen möglichst gut zu schaden – Schwarzarbeit, Sozialschmarotzertum und Betrug in jeder weiteren erdenklichen Form kommen dem Funktionieren des Systems der Demokraten offenkundig nicht zu Gute.

Nur ist sehr zweifelhaft, ob nicht morgen die neue Pflicht ebenso verraten würde, wer heute die alte verrät, während er damit keinem politischen Ziel, sondern – ganz im Sinne liberalistischer Denkmuster – ausschließlich eigenen materiellen Interessen folgt.

Deshalb darf sich die Propaganda für einen Nationalen Sozialismus nicht länger im Hauptaugenmerk darauf beschränken, das System der Demokraten zu demaskieren und als volksfeindlich zu entlarven. Vielmehr ist es längst überfällig, greifbarer und detaillierter auf die Wesenszüge jenes politischen Systems einzugehen, das sich den Fortbestand und die Höherentwicklung des Volkes zum Ziel gemacht hat und daher gänzlich anderen Maximen folgen muss, als es bei solchen Systemkonstrukten der Fall ist, deren Ideologien die Existenz verschiedener Völker schlicht leugnen („Es wächst doch schon immer international alles zusammen.)“ oder zumindest als für politische Ideen irrelevant („Alle Menschen sind gleich.“) erachten.

Wenn Wesensunterschiede zwischen Völkern bestehen, die ihre jahrtausendelange Entwicklung herausgebildet hat, wenn solche Wesensunterschiede geeignet waren, innerhalb verschiedenster Völker verschiedenste religiöse, kulturelle oder charakterliche Haltungen gedeihen zu lassen, wenn jene Haltungen über Jahrhunderte zur biologischen und intellektuellen Expansion der Völker führten – was kann einfacher sein, als genau diese Kausalkette dem System der Demokraten argumentativ entgegenzusetzen - einem System, in welchem die einstigen Staatsvölker von Generation zu Generation schrumpfen und durch einen ethnisch wie geistig vereinheitlichten, gesundheitlich degenerierten und kulturell entwurzelten Menschheitsbegriff ersetzt werden?

Ohne Frage mag es in der Propaganda leichter umsetzbar sein, punktuelle Verfehlungen der Demokraten anzuprangern, die bei jedem Wissenden ein Kopfschütteln und die Haltung auslösen, selbst auch „zu dürfen, was die sich erlauben“.

Nicht viel schwieriger, aber vielfach aussichtsreicher für die notwendige Politisierung des Volkes ist es, den Taten der Demokraten systemalternative Politikansätze entgegenzuhalten, die keineswegs bereits praktisch gänzlich umsetzbar, wohl aber diskussionsfähig sein müssen, um in den durch medial vorgedachten Überfluss gesättigten Hirnen endlich das wachzurütteln, was unserem Volke zur geistigen und politischen Erneuerung so gänzlich fehlt: Die Fähigkeit, Politik endlich wieder unter der Prämisse zu denken: Gut ist, was dem Volke nützt!

Erst der Befreiung des Geistes folgt die Befreiung unseres Volkes – und für die Befreiung des Geistes bedarf es lediglich guter Argumente und gesprochener wie geschriebener Worte.

Ausnahmslos jeder, der fähig ist, im Sinne unserer Weltanschauung politisch zu denken, ist in der Lage, hieran mitzuwirken. Es liegt damit bei jedem von uns, für die Gemeinschaft bereits in vorrevolutionären Zeiten zu leisten, was er zum bestmöglichen Gedeih der Gemeinschaft zu leisten fähig ist.

Erst die Bereitschaft hierzu wird dazu führen, dass Deutsche sich nicht nur nicht an Wahlen beteiligen, um dem System und dessen Verantwortlichen ihre Verachtung kundzutun. Mit der Alternative vor Augen wird aus starrer Resignation die gelebte Revolution!

28.09.09

Kommentare

BA
28.09.09 um 07:05
antworten

Kommentar 1

Wir sind keine Demokraten , na und ... ?



frosch
28.09.09 um 08:56
antworten

Kommentar 2

Die Idee ist vollkommen korrekt, die Schuldigen sind benannt, nun müssen greifbare Alternativen aufgezeigt werden... ist wie Staubsauger verkaufen - wenn ich über das alte Gerät nur schimpfe, dann muss ich auch n besseres aufzeigen können :-)



Tco
28.09.09 um 09:09
antworten

Kommentar 3

Der Widerstand muss leben. Allerdings nur in unseren Köpfen, die sich geistig dem BRD-System widersetzen. Aber der Widerstand allein nützt so gut wie garnichts. Denn wir müssen Angreifen, anstatt einfach nur dagegenhalten!

Widerstand ist Silber - Angriff ist Gold!



Meinhardt
28.09.09 um 11:10
antworten

Kommentar 4

Dem schließe ich mich an, jetzt gilt es dem Volke die Alternativen zu diesem kranken und maroden System aufzuzeigen.



Leni
29.09.09 um 11:13
antworten

Kommentar 5

Wenn ein Gemäuer mit minderwertigem Material gebaut war, dann macht es keinen Sinn, den Verfall mit kontinuierlichen Schönheitsreparaturen und hochwertigem Baustoff aufhalten zu wollen. Die Ruine muß geschliffen werden, damit – wenn der Grund trägt und der Bauplatz optimal ist – an gleicher Stellen das Neue vom Keller bis zum Dach durch erfahrene Handwerker mit bestem, wetterbeständigen Material aufgebaut werden kann.

Noch steht das dem Verfall geweihte Mißgebilde... aber nicht mehr lange.

Youtube: Staat-Recht=Mafia!



Mike
29.09.09 um 12:25
antworten

Kommentar 6

Die Frage ist nur, wie sehen wir, dass die Menschen begriffen haben, dass der Nationale Sozialismus eine echte Alternative ist?

Die Nichtwähler sind ja nicht alles gleich Systemgegner. Es sind mit Sicherheit größtenteils BRD-Idioten, die lieber RTL2 schauen.



Cavecanem
29.09.09 um 12:53
antworten

Kommentar 7

Es gibt auch Meinugen "renomierter" Professoren. Natürlich vertritt der Herr hier nicht unsere Meinung, allerdings spricht er in dem Beitrag vom Wandel. Inhaltlich schon richtig, was er wiedergibt.

Prof. Harald Welzer über Politik und Zukunft

CC



@Mike
29.09.09 um 18:32
antworten

Kommentar 8

Hast Du den Artikel oder die Überschrift gelesen?!



eifos
30.09.09 um 15:55
antworten

Kommentar 9

Errichtet doch eine Sparte für Nicht-Wähler und ihre Gründe, dann müßt ihr nicht mehr spekulieren.

Mein Grund: die ehemalige Gesundheitsministerin Grüne Andrea Fischer ist heute Pharma-Lobbyistin. Das reicht mir als Grund abgesehen von der peinlichen Frau ganz oben, deretwegen ich sogar den Fernseher vor paar Jahren rausgeschmissen habe.



Lieselotte
30.09.09 um 21:03
antworten

Kommentar 10

Einzelne Politiker sollten wohl kaum der Grund für Wahlboykott sein, eher das ganzheitliche Ablehnen eines falschen Systems. Aber wie gesagt müssen Lösungen für die Probleme aufgezeigt werden - und auch deutlich gemacht werden, dass nationale Systemparteien, auch wenn sie anscheinend Lösungen parat haben, diese nicht in dem herrschenden System umsetzten können, sondern im demokratischen Strom mitschwimmen und somit den Fortbestand des BRD-Wahlkampfzirkusses sichern.



frosch
01.10.09 um 18:51
antworten

Kommentar 11

Sehr gute Ansätze zur Überwindung des derzeitigen menschenfeindlichen Wirtschaftssystemes und Alternativen zu kapitalismusgesteuerten Systemen, bieten die Theorien des Silvio Gesell: Eine Alternative zum Kapitalismus?



Gertig
14.12.09 um 23:31
antworten

Kommentar 12

Ob aus Protest oder Überzeugung eine beliebige Partei zu wählen, ändern würde sich wenig. Nicht Wir als Atktivisten sollten die "Wahl" als Alternative zur Veränderung sehen, sondern unser Volk. Das Volk gehört zu uns mit das Wir uns verbunden fühlen, also liegt es auch an uns diesem unserem Volk andere Alternativen auf zuzeigen. Wichtig ist hierbei dem Menschen bewusst werden zu lassen, das ein warhaftiger Sozialismus nur dann möglich ist, wenn er von klein auf um gesetzt würd. Die Familie ist hierbei das beste Beispiel. Es kann nur Kinder geben und somit unser Volk leben, das wenn sich jeder seinem Leben einen Sinn gibt um die Fahne weiter zu reichen. Nur wenn jeder an jeden wieder anfängt zu denken, nur dann kann flächendeckend für Veränderung gesorgt werden. Mit anderen Worten, der völkische Sozialismus, muss wieder in das Bewusstsein der zu unsern Volk gehörenden Menschen.



Kommentar schreiben

Name


Kommentar
kommentar


 


...lade
 

Kontakt

Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!

Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!


Feed Flickr