Innenministerium für Staatssicherheit in Cottbus - Erster gemeldeter Anwerbeversuch 2010

Innenministerium für Staatssicherheit in Cottbus - Erster gemeldeter Anwerbeversuch 2010

Auch im neuen Jahrzehnt gibt es im rot-roten Brandenburg keine Veränderungen der Repressionspolitik gegen den Widerstand. Integraler Bestandteil dessen ist es, Menschen, die dem Widerstand in irgendeiner Weise zugerechnet werden, mittels des Geheimdienstes auszuspähen, einzuschüchtern und als Informant anzuwerben, um ein möglichst umfassendes Bild von Kritikern und Gegnern des Staates zu bekommen.

Solch ein Anwerbeversuch scheiterte erneut am 26.01.2010 in Cottbus. Zwei 30-35 Jahre alte Mitarbeiter des Verfassungsschutzes lauerten einem jungen Vater auf und sprachen ihn an, als er sein Kind aus dem Kindergarten abholte.

Er: Herr XY?
Ich: Ja?
Er: Wir möchten uns mit ihn unterhalten.
Ich: Wer sind sie denn?
Er: Wald- und Wiesenpolizei. [Nach einer Pause] Wir sind vom Innenministerium und müssen uns mal mit ihnen unterhalten.

Als der Betroffene das Gespräch ablehnte und ging, begannen sie in gängiger Praxis zu drohen. Wenn er den Vorfall nicht für sich behalte, werde man sich bald öfter sehen. Doch es ist auch nicht gerade das Angenehmste, ausgerechnet mit dem VS ein Geheimnis zu teilen...

Seit Jahren versuchen die Agenten des Apparats, Informationen über den Widerstand in Südbrandenburg abzuschöpfen. So kam es in der Vergangenheit zu mehreren Anwerbeversuchen:

19.11.2009 - Anwerbeversuch in Guben
19.11.2009 - Anwerbeversuch in Vetschau
23.03.2009 - Anwerbeversuch in Lübbenau
15.11.2008 - Anwerbeversuch in Schwarzheide
20.08.2008 - Anwerbeversuch in Spremberg
27.03.2008 - Anwerbeversuch in Lübben
20.03.2008 - Anwerbeversuch in Senftenberg
25.01.2008 - Anwerbeversuch in Cottbus
15.01.2008 - Anwerbeversuch in Vetschau
08.01.2007 - Anwerbeversuch in Cottbus
19.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
17.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
21.06.2006 - Anwerbeversuch in Lübben
30.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben
24.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben

Für Anwerbeversuche gilt:

  • Verweigere Dich den Anwerbeversuchen des Apparates. Sage deutlich, dass Du zu keinem Gespräch mit ihnen bereit bist. Es besteht überhaupt keine Pflicht, mit Bullen oder Agenten zu sprechen. Es ist zum Schutz des Widerstandes und zur eigenen Sicherheit wichtig, dass solche Anwerbeversuche bereits am Anfang konsequent abgeblockt werden.

  • Fotografiere den Agenten mit der Kamera Deines Handys. Das sollte ihn abschrecken und die Bilder können andere schützen.

  • Findet der Anwerbeversuch in der Öffentlichkeit statt, schrei laut heraus, dass es sich um einen Agenten des Systems handelt. Lass die Menschen um Dich herum wissen, dass die Überwachung und Unterdrückung unseres Volkes noch genau so real ist, wie vor dem Fall der Mauer.

  • Informiere Deine Freunde über den Anwerbeversuch, fertige ein Gedankenprotokoll an und sende es zur Veröffentlichung an eine Netzseite in Deiner Region.

27.01.10

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Kommentare

mrb
27.01.10 um 08:35
antworten

Kommentar 1

Merken die Typen nicht, dass keiner mit denen reden will?



nicht wichtig
27.01.10 um 12:17
antworten

Kommentar 2

Die könnens einfach nicht lassen.



o.O
27.01.10 um 20:13
antworten

Kommentar 3

Verblödete Typen des Systems, die
zu nichts Besserem geeignet sind...



Wut
28.01.10 um 11:04
antworten

Kommentar 4

So verblödet wie viele meinen sind die nicht die gehen ja nicht um sonst zu einem der grad sein Kind aus der KITA holt!
Und Sie würden, wenn wirklich keiner reden würde, schon seit Jahren nicht mehr los ziehen und Leute anquatschen!
Wichtig ist Wachsam sein und den Mut haben es öffentlich zu machen Gedächtnisprotokoll am besten mit Bildern hinterlegt und ins Netz gestellt!



moT
29.01.10 um 19:13
antworten

Kommentar 5

So ist es. Ein Fischer wird auch nicht aufhören zu fischen, weil er weiss irgendwann geht einer ins Netz.



Naja...
02.02.10 um 11:41
antworten

Kommentar 6

...man könnte aber umgekehrt auch schließen, dass sie nicht ständig wieder "los ziehen" würden, wenn sie gegenwärtig schon genügend Spitzel in unseren Reihen hätten. ;-)



Wut
02.02.10 um 17:05
antworten

Kommentar 7

...oder bei diesen Herren und Damen siegt das Mistrauen und sie haben gern mehrere Quellen zur Bestätigung der Anderen.
Kopf hoch und weiter im Kampf...



Ein Sympatisant
04.02.10 um 15:51
antworten

Kommentar 8

Eine Broschüre oder andere Literatur zum Umgang mit dem Verfassungsschutz und Polizei zum Download auf eurer fantastischen Internetseite wäre nicht schlecht.

Viele Grüße aus Schleswig-Holstein



Bernd
10.02.10 um 13:52
antworten

Kommentar 9

Tja, Vorsicht ist geboten! Man weis nie, wozu diese Leute fähig sind.

Diese schmierige Art entsteht immer, wenn ein menschenfeindliches System am Ende ist, dann wird es aggressiver.

Ist genau wie mit einem verletzten Hund. Der lässt auch Niemanden mehr an sich heran und beißt um sich.



Springer
05.03.10 um 10:20
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Kommentar 10

Hier, die Kommis haben es genau richtig gemacht.

http://de.indymedia.org/2010/02/274506.shtml



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