
Wie bereits am vergangenen Freitag gemeldet, wurde am 19.11.2009 nicht nur in Vetschau, sondern auch in Guben durch den brandenburgischen Verfassungsschutz der Versuch unternommen, einen Spitzel anzuwerben.
So beschreibt der Betroffene in seinem uns nun vorliegenden Gedankenprotokoll, dass ihm ein grauer Opel Astra H Kombi mit Insassen vor seiner Haustür auffiel, als er sich gegen 18:55 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof machte, dem er jedoch keine weitere Bedeutung beimaß.
Nachdem er sich am Bahnhof ein Ticket gekauft hatte und das Gleis wechseln wollte, sprach ihn ein etwa 40 Jahre alter Mann an:
Er: "Herr XY?"
Ich: "Kennen wir uns?"
Er: "Sie mich nicht, aber ich sie. Ich komme vom Innenministerium. Wir würden uns gern mal mit ihnen Treffen."
Ich lehnte das ab, worauf hin er meine Handynummer forderte. Als ich ihm sagte, dass er diese von mir nicht bekommen würde, tippte er eine Weile auf seinem Telefon herum, zeigte mir schließlich meine Nummer und fragte, ob ich sie kenne. Ich verneinte dies, weshalb er die Nummer anrief und mein Telefon klingelte.
Er: "Sind sie an einem Nebenjob interessiert?"
Ich: "Was soll denn dieser Nebenjob sein?"
Er: "Das kann ich ihnen nicht erzählen, das darf nur mein Kollege. Es würden 400 - 500 Euro für sie dabei rausspringen."
Nachdem der Betroffene erneut ablehnte, verschwand der VSler in einem Auto, aus dem nach ca. 5 Minuten ein weiterer Mann ausstieg und auf den Bahnsteig kam. Weiter wird beschrieben, wie dieser den gleichen Zug nahm, sich so setzte, dass er bemerken konnte, wenn der Betroffene aussteigen würde, um ihn noch eine Weile im Cottbuser Bahnhof zu beobachten.
Seit Jahren versuchen die Agenten des Apparats, Informationen über den Widerstand in Südbrandenburg abzuschöpfen. So kam es in der Vergangenheit zu mehreren Anwerbeversuchen:
19.11.2009 - Anwerbeversuch in Vetschau
23.03.2009 - Anwerbeversuch in Lübbenau
15.11.2008 - Anwerbeversuch in Schwarzheide
20.08.2008 - Anwerbeversuch in Spremberg
27.03.2008 - Anwerbeversuch in Lübben
20.03.2008 - Anwerbeversuch in Senftenberg
25.01.2008 - Anwerbeversuch in Cottbus
15.01.2008 - Anwerbeversuch in Vetschau
08.01.2007 - Anwerbeversuch in Cottbus
19.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
17.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
21.06.2006 - Anwerbeversuch in Lübben
30.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben
24.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben
Verweigere Dich den Anwerbeversuchen des Apparates. Sage deutlich, dass Du zu keinem Gespräch mit ihnen bereit bist. Es besteht überhaupt keine Pflicht, mit Bullen oder Agenten zu sprechen. Es ist zum Schutz des Widerstandes und zur eigenen Sicherheit wichtig, dass solche Anwerbeversuche bereits am Anfang konsequent abgeblockt werden.
Fotografiere den Agenten mit der Kamera Deines Handys. Das sollte ihn abschrecken und die Bilder können andere schützen.
Findet der Anwerbeversuch in der Öffentlichkeit statt, schrei laut heraus, dass es sich um einen Agenten des Systems handelt. Lass die Menschen um Dich herum wissen, dass die Überwachung und Unterdrückung unseres Volkes noch genau so real ist, wie vor dem Fall der Mauer.
Informiere Deine Freunde über den Anwerbeversuch, fertige ein Gedankenprotokoll an und sende es zur Veröffentlichung an eine Netzseite in Deiner Region.
23.11.09

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Kritik
23.11.09 um 16:24
antworten
Beim nächsten Mal nicht mehr in Gespräche verwickeln lassen, sondern sofort konsequent abblocken!
Karl
23.11.09 um 18:17
antworten
Das Gespräch war eindeutig zu lang!
Nicht vergessen: Auch wenn man meint, es wäre alles lapidar, oder wenn man glaubt, man würde dem "Anwerber" mal so richtig die Meinung sagen... Die wissen schon, dass die allermeisten nicht auf so ein Angebot eingehen werden, umso mehr sind sie aber bemüht, die Angesprochenen psychologisch zu analysieren - und in diesem Zusammenhang ist jedes Wort zuviel!!
Anna
23.11.09 um 21:27
antworten
In diesem Moment, wenn der Typ nicht von allein gehen möchte, bietet es sich an laut herauszuschreien, das dürfte ihn doch vertreiben und man ist zu keinem Gespräch genötigt.Die wollen eh alle dasselbe,also wozu weiter nachfragen und ihnen die Möglichkeit geben, sich ein genaues Bild von einem zu machen.
BA
30.11.09 um 14:01
antworten
Drei Jäger, einer davon ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter, gehen in den Wald. Jeder soll ein Wildschwein schießen. Der erste kommt nach kurzer zeit zurück: auf dem Rücken eine große Wildsau. Kurz daruf kommt der zweite und bringt auch ein Schwein mit. Über eine Stunde warten sie auf den Stasimann, bis sie ihn suchen und vor einem Baum wiederfinden. Er hat einen Hasen an den Baum gefesselt, prügelt auf ihn ein und schreit: "Gib zu, daß du ein Wildschwein bist - wir wissen alles!"
?
02.12.09 um 12:31
antworten
Finde den oben genannten Witz aber nicht lustig, es sollte lieber daran gehen solche Machenschaften weiter aufzudecken.
homas
14.02.10 um 15:30
antworten
Ich bin 2 x in so eine Situation gekommen, habe mich zum Essen einladen lassen und danach dankend abgelehnt!? War das falsch, diesen Versaillen des Systems noch ein Essen abzuverlangen?
Heiko
14.02.10 um 15:59
antworten
@homas(6): Ja, das war falsch. Diese Personen werden genau auf solche Situationen geschult. Du, als Laie, kannst garnicht abschätzen, was Du durch vermeintlich "private" Gespräche oder deine Reaktionen auf bestimmte Fragen alles verrätst. Aus diesem Grund muss jegliche Kommunikation mit den Kräften des Regimes sofort beendet werden.
Z....!A
28.04.10 um 00:42
antworten
Ich kenne eine Geschichte, da wurde nach 5-10 Jahren vom VS gesagt, XYZ hatte sich mit dem Innenministerium unterhalten.
Die Unterhaltung war ein schlichtes: "Nein"
Es gilt also, einfach nichts sagen, wenn man von einem Menschen angesprochen wird den man schon von Anfang an sehr abstrus findet.
Sollen sie doch anrufen ;) wir wissen, dass sie unsere Nummern haben, aber Nummer haben sie auch, gerade in der "Bürokratie Deutschland" die kann man sicherlich irgendwann genau so nutzen.