Vernetzt euch!

Vernetzt euch!

Die Kommunikation über das Internet stellt mittlerweile einen wichtigen Faktor in der politischen Arbeit dar. Konnte man zu Anfangszeiten noch ohne Sicherheitsbedenken in diversen Foren drauf losschreiben und seiner Meinungsfreiheit frönen, ist man - einige Hacks, Anzeigen und Hausdurchsuchungen später - vorsichtiger geworden. Schmerzlich musste man feststellen, dass das Internet eben doch kein rechtsfreier Raum ist.

Das Problem in der Kommunikation liegt mittlerweile nicht nur in der Zentralität, sprich Abhängigkeit eines bestimmten Servers, sondern auch in der unverschlüsselten Übertragung und Speicherung der Daten. Grund genug, sich nach den neuesten technischen Möglichkeiten zu erkundigen.

So gibt es mittlerweile viele "anonyme Netze", die die Kommunikation im Netz sicherer gestalten können. Tor ist so eine Lösung, die leider jedoch wenig praktikabel ist, denn die Bandbreite über Tor ist sehr gering, das Surfen also langsam und das Problem mit der Verschlüsselung über Tor besteht weiterhin. Tor ist eben nur ein Verschleierungsnetzwerk.

Andere Lösungen wie VPN-Verbindungen lösen wieder das Problem mit der Verschlüsselung, nicht jedoch das der Dezentralität und Speicherung sensibler Daten.

Man könnte natürlich mit der Kopplung mehrerer Technologien eine Lösung erarbeiten, diese ist jedoch zu kompliziert zu handhaben. Auch ein unbedarfter Anwender muss sicher kommunizieren können, sonst birgt dieser Schwachpunkt neue Gefahren für die Gruppe als Ganzes. Es muss also eine Lösung aus einer Hand gefunden werden, mit der man dezentral und verschlüsselt kommunizieren kann.

Retroshare ist eine solche Lösung. Als dezentrales File-Sharing-Netzwerk gestartet, wurde das Programm ständig erweitert, sodass man es nun für die Gruppenarbeit im Netz sehr gut nutzen kann. Dabei lag der Fokus der Entwicklung von Anfang an auf der Sicherheit durch Verschleierung und Verschlüsselung.

Das Programm arbeitet mit starken Schlüsseln (GnuPG), die beim ersten Start erzeugt werden müssen. Anschließend müssen die Schlüssel - am besten offline mittels USB - ausgetauscht, in das Programm integriert und als vertrauenswürdig markiert werden. Ihr könnt bestimmen, ob die Kommunikation der Gruppe offen oder geschlossen stattfinden soll. Bei der offenen Kommunikation kann euer Retroshare-Netz durch jeden Teilnehmer ständig mittels Schlüsselaustausch um neue Teilnehmer erweitert werden. Bei der geschlossenen Kommunikation redet euer Client nur mit den euch vertrauten Gegenstellen.

Mit euren Kommunikationspartnern könnt ihr nun Dateien austauschen, chatten oder ein Text-Forum erstellen. In späteren Versionen soll noch die Unterstützung für Voice-over-IP - sprich Telefonfähigkeit - hinzugefügt werden. Einen Twitter-ähnlichen Service verspricht einer der Hauptentwickler, und Funktionen, die von sozialen Netzwerken her bekannt sind.

Auch ist die einfachere Erweiterbarkeit des Programmes durch Module vorgesehen, sodass es sicherlich noch andere Nutzungsmöglichkeiten geben wird. Das Programm steht für alle gängigen Betriebssysteme von Mac, Linux, BSD und Windows zur Verfügung.

Mit Retroshare entstehen nun völlig neue Möglichkeiten, mit einer Gruppe von Leuten sicher vor Staat und Hackern zu kommunizieren. Nicht vergessen sollte man jedoch, dass die Verbindung immer noch von eurem Anschluss zum Anschluss des Gesprächspartners führt, der Staat also sehen kann, dass ihr mit einer bestimmten Person Kontakt habt. Um das zu verhindern, bietet sich zusätzlich die Nutzung eines normalen VPN-Service an. Achtet auch darauf, alle eure Festplatten zu verschlüsseln, da sonst bei einer Hausdurchsuchung der Staat in den Besitz eurer Schlüssel kommen könnte.

600.000 Euro für die Kanzlerin

600.000 Euro für die Kanzlerin

Schon im Europawahlkampf 2009 wurde es verkündet. Neben den Konterfeis liberaler Helden wie Westerwelle und Koch-Mehrin prangerte es in großen blauen Lettern auf gelben Grund an nahezu jeder Laterne im Lande: "Arbeit muss sich wieder lohnen". Seitdem sind fast drei Jahre vergangen und ein Wandel zog quer durch die FDP. Koch-Mehrin muss - nun ohne Plagiat-Doktortitel - mit knapp 12.000 Euro monatlichem Einkommen um die eigene Existenz bangen und Westerwelle wurde als langjähriger Vorsitzender der Liberalen durch eine neue Fachkraft an der Parteispitze ersetzt.

Doch trotz finanzieller Rückschläge, personeller Veränderungen und Wahlergebnissen, die nur noch auf dem hochauflösenden Retina-Display des neuen iPads sichtbar dargestellt werden können, eines hat nach wie vor Bestand: "Arbeit muss sich wieder lohnen!" Wenn auch nicht für das Millionenheer der Arbeiter, die sich trotzt Vollzeitarbeit unterhalb der Armutsgrenze bewegen, so wenigstens für die Polit-Prominenz in den Reihen bundesdeutscher Demokraten. Mit dieser Ansicht wandte sich zuletzt zumindest Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, an die Öffentlichkeit.

Wörtlich erklärte Driftmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung":

"Die Spitzen unserer politischen Verantwortungsträger verdienen eher zu wenig als zu viel. [...] Wer so viel arbeiten muss, wer Privates und Persönliches über lange Zeit so hinten anstellen muss, der muss dafür auch gut entgolten werden."

Was sich Driftmann unter "gut entgolten" vorstellt, verrät er selber:

"Die wichtigsten Verantwortungsträger unserer Republik müssen anständig bezahlt werden. 500.000 bis 600.000 Euro für die Kanzlerin wären eine solche Größenordnung."

Prinzipiell ist es durchaus legitim, Personen, zu deren primären Aufgabenbereichen die Gestaltung, Organisation und Steuerung zentraler Bereiche des öffentlichen Lebens - insbesondere der staatlichen Ordnung - gehören, entsprechend der durch sie getragenen Verantwortung zu entlohnen. Die Beantwortung der Frage, welche Höhe hier schlussendlich als angemessen zu betrachten ist, soll nicht Kern des Artikels sein. Ohnehin disqualifiziert sich derjenige, der allein einen finanziellen Anreiz benötigt, um in solch eine Verantwortung zu treten. Vielmehr soll an dieser Stelle festgehalten werden, wodurch sich die meist privilegierte Entlohnung von sich in der Regierungsverantwortung befindlichen Personen zu bedingen hat.

Allgemein müssen sich in ihr herausragende charakterliche Eignungen, geistige Fähigkeiten und umfangreiche fachliche Kompetenzen genauso widerspiegeln, wie der unabdingbare Ehrgeiz der jeweiligen Amtsträger, ausschließlich im Sinne des durch sie repräsentierten Volkes zu handeln und somit persönliche Interessen im politischen Alltag hinten anzustellen. Daran knüpft sich auch die grundlegende Bereitschaft, nicht nur den jeweiligen Posten auszufüllen, sondern die an ihn gebundene Verantwortung voll und ganz zu übernehmen und somit für die eigenen Handlungen und Entscheidungen geradezustehen.

Doch das Bild, welches die Demokraten zeichnen, ist ein anderes. Statt Aufrichtigkeit verkörpern sie Verlogenheit und charakterliche Schwäche. Eintönig propagieren die Demokraten Erfolge, wenngleich der politische Kurs unter ihnen seit Jahrzehnten steil bergab führt. Kaum einer würde diesen Kunstfiguren das Erbringen echter Leistungen zutrauen, geschweige denn ein unabhängiges Handeln fern von persönlichem Machtkalkül und Drittinteressen. Das allgemeine Vertrauen in die Herrschenden liegt in Scherben und lediglich die anerzogene Ohnmacht und Trägheit der Masse hält sie im Amt und ihr System somit am Leben.

Den Demokraten für ihr Versagen eine Aufstockung ihrer Entlohnung zuzusprechen und sie mit dem Verweis auf die durch sie angeblich erbrachten Leistungen sowie der ihren Posten anheftenden Verantwortung ins Licht eines oben beschriebenen Amtsträgers zu rücken ist nicht nur naiv, sondern spricht für ein fahrlässiges Verschließen der Augen vor der bundesdeutschen Wirklichkeit, in der statt Moral nur noch Scheinheiligkeit, Machtsucht und Habgier prämiert werden – nach Ansicht von Hans Heinrich Driftmann in Zukunft sogar noch stärker denn je. Denn Arbeit muss sich schließlich wieder lohnen...

Heinrich von Kleist

Nach eigenen Angaben wurde Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist am 10. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Er entstammt einer Familie des preußisch-pommerschen Uradels. Im Alter von 15 Jahren trat der ganz verwaiste Heinrich von Kleist in das Potsdamer Garderegiment ein und nahm 1793 am Feldzug gegen Frankreich teil. Nach vier Jahren verließ er als Leutnant den Heerdienst und wendete sich getreu der Familientradition der Dichterkunst zu.

Von unbändigem Wissensdrang getrieben las er Kant und erfuhr durch ihn eine tiefe Erschütterung seines bisherigen Lebens. Von nun an gab es für ihn nur die Ziele: viel zu erkennen, zu wissen und etwas Großes zu schaffen.

Ein freier, denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

Auf einer Reise nach Berlin wird Heinrich von Kleist im Januar 1807 von den Franzosen verhaftet. Die französischen Behörden werfen ihm vor, ein Spion zu sein. Aus der völkerrechtswidrigen Kriegsgefangenschaft kehrte er seelisch zerrüttet zurück.

Nach seiner Rückkehr macht er die Bekanntschaft des naturphilosophischen Schriftstellers Heinrich Schubert. Von diesem Zeitpunkt an beschäftigt sich Heinrich von Kleist intensiv mit der Natur und verarbeitet diese fortan auch in seinen Werken.

Einen Lehrer gibt es, der ist vortrefflich, wenn wir ihn verstehen, es ist die Natur.

Er reduziert die Natur nicht wie viele andere auf Pflanzen und Tiere, sondern sieht den ewigen Kreislauf des menschlichen Lebens ebenso als Teil dieser Natur an:

Das Leben, welches wir von unseren Eltern empfingen, ist ein heiliges Unterpfand, das wir unsern Kindern wieder mitteilen sollen. Das ist ein ewiges Gesetz der Natur, auf welches sich ihre Erhaltung gründet.

Was dieses Leben erst lebenswert macht und unserem Leben einen Sinn gibt, beschreibt Heinrich von Kleist wie folgt:

Man müsste wenigstens täglich ein gutes Gedicht lesen, ein schönes Gemälde sehen, ein sanftes Lied hören - oder ein herzliches Wort mit einem Freunde reden, um auch den schönen, ich möchte sagen, den menschlichen Teil unseres Wesens zu bilden.

Die Bekanntschaft mit der schwärmerischen, an einer unheilbaren Krankheit leidenden Henriette Vogel sollte für Heinrich von Kleist zu einem tragischen Ende führen. Am 21. November 1811 erschoss Kleist auf einer Anhöhe am Ufer des kleinen Wannsees zwischen Berlin und Potsdam mit ihrem Einverständnis zuerst die Frau und dann sich selbst. An Ort und Stelle des Todes erhob sich später ein umgitterter Grabhügel. Auf einem Gedenkstein für den großen Dichter standen die Verse:

Er lebte, sang und litt
in trüber schwerer Zeit,
er suchte hier den Tod,
und fand Unsterblichkeit.

Der Kampf um das Bewusstsein

Das Bewusstsein ist die besondere Art des Erlebens, in der ein Mensch seelische Vorgänge als gegenwärtig und in ihrer Zugehörigkeit zum Ich erfährt. Karl Jaspers nannte das Bewusstsein das "Ganze des augenblicklichen Seelenlebens".

Das Unterbewusstsein lässt uns vorprogrammiert handeln; wir glauben zwar, bewusst tätig zu sein, doch ein Denkvorgang findet bei einfachen Zusammenhängen nicht statt. Betreten wir ein Zimmer, schalten wir in bekannten Räumlichkeiten ohne nachzudenken intuitiv das Licht an. Ebenso greifen wir nach einer vor uns stehenden Tasse und glauben hinterher nur, bewusst gehandelt zu haben und vom reinen Verstand geleitet worden zu sein.

Das Unterbewusstsein ist lernfähig - stoßen wir auf eine völlig neue und unbekannte Situation, stutzen wir und müssen uns darauf neu einstellen. Diese Erfahrung wird gespeichert und schon beim nächsten Mal kann es sein, dass wir auf eine vergleichbare Situation wieder analog reagieren, ohne vorher nachgedacht haben zu müssen.

So funktioniert auch die Fremdsteuerung eines Menschen über das Unterbewusstsein – in der Werbung und der politischen Propaganda ist das oft instinktiv richtig erkannt worden. Ein gewisser Jan Philipp Reemtsma hatte es so mit seiner Lügenausstellung "Verbrechen der deutschen Wehrmacht" geschafft, dass heute ein großer Teil der deutschen Bevölkerung wirklich daran glaubt, die deutschen Truppen hätten im Zweiten Weltkrieg systematisch Kriegsverbrechen begangen.

Das Unterbewusstsein hat längst registriert, dass es nur Schwierigkeiten gibt, sich mit der deutschen Vergangenheit aus einer anderen Sicht als der des Siegers zu beschäftigen – eigene Erlebnisse konnte das Unterbewusstsein nicht speichern; die Ereignisse liegen für die meisten zulange zurück.

Die Angehörigen der Erlebnisgeneration konnten noch nicht so ausgeprägt manipuliert werden. Sie hatten eigene Erlebnisse, unter deren Eindruck oftmals der Satz "das hätte ich nicht für möglich gehalten" zustande kommt, wenn sie mit "Kriegsverbrechen" konfrontiert werden. Dass sie selbst nichts gewusst haben, wird von der Gegenseite oft als Schutzbehauptung ausgenutzt, denn bei so vielen Verbrechen müssen die doch wenigstens mal ein einziges miterlebt haben?!

Der Glaube an die deutsche Schuld hat im Laufe der Jahrzehnte immer größere Ausmaße angenommen; im Gegensatz zu allen anderen Ereignissen, die bei größerer zeitlicher Entfernung immer mehr in Vergessenheit geraten. Das verdeutlicht auch die Aussage des Ex-Kanzlers Schmidt in der heute ausgestrahlten Reportage "Der Sturz - Honeckers Ende", dass "in 20 Jahren nicht einmal mehr Kinder in der Schule lernen werden, wer Erich Honecker gewesen ist." Beim Glauben an die deutsche Schuld verhält es sich jedoch genau umgekehrt.

In der Nachkriegszeit wäre das nicht möglich gewesen - da wäre es "verdrängt worden", behauptet man heute; doch wie sind dann die Aussagen der militärischen Gegner, wie die des Reginald T. Paget zustande gekommen, der nach den Nürnberger Prozessen sagte:

"Ob wir in Afrika, in Italien oder in Frankreich auf die deutsche Wehrmacht trafen, immer fanden wir in ihr einen anständigen Gegner. Nach der russischen Propaganda glaubten wir, dass die Deutschen im Osten wie die Wilden gekämpft hätten. Die nun vorliegenden Beweise zeigen das nicht. Sie zeigen im Gegenteil, dass der deutsche Soldat unter Verhältnissen von unvorstellbarer Grausamkeit ein großes Maß an Zurückhaltung und Disziplin an den Tag gelegt hat."

Was hatte Reginald T. Paget verdrängt? Sicherlich nur die Tatsache, dass er kein Chefpropagandist ist, der ein Interesse an der "deutschen Schuld" haben muss.

Die Manipulation über das Unterbewusstsein ist heute kein Einzelfall mehr. In allen Bereichen des Lebens wird der Mensch derart bombardiert, dass er schon lange nicht mehr er selbst ist. Selbst das Lesen dieses Blogs stellt eine solche Manipulation dar. Aber es ist eine Manipulation, die zu uns selbst zurückführen soll, zu unserem Volk, dem wir schicksalhaft verbunden sind. Eine Manipulation, die an allen Fronten, in allen Fragen und in allen Bereichen des Lebens ein neues Bewusstsein schaffen und neue Antworten geben soll - aus uns selbst heraus.

Irak: Blutigster Monat seit fünf Jahren

Irak: Blutigster Monat seit fünf Jahren

Als die USA und England den Irak angriffen, sollte die Welt von den "Massenvernichtungswaffen", das Land von einem "unmenschlichen System" und einem "Diktator" befreit werden. Doch Frieden und Glückseligkeit kehren auch im neunten Jahr der "Befreiung" nicht ein. Den blutigsten Monat seit fünf Jahren haben die Vereinten Nationen im Januar im Irak registriert - das geht aus dem heute veröffentlichten Länderreport hervor.

Gerade die westlichen Demokratien, die lauthals von "Toleranz" und "Menschenwürde" schwadronieren, nutzen die Lüge von der Befreiung zur Verhüllung ihrer eroberungswilligen Machtpolitik. Dabei ist sie nicht neu und in Wirklichkeit nichts anderes als ein Trick, der auch in Deutschland zuletzt funktioniert hat. Der Unbedarfte würde das erst begreifen, wenn ein Befreier-Typ wie Mike Tyson ihm solange die Faust ins Gesicht donnert, bis er zugibt, sich jetzt wirklich frei zu fühlen und überzeugt von den westlichen Grundwerten Freiheit und Demokratie zu sein.

Denn nichts anders ist die amerikanische Auffassung von "Befreiung" – hat man früher über die kommunistische Auslegung von "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein" gelacht, muss man heute feststellen, dass es die Amerikaner auch erfolgreich geschafft haben, ihre Willkür der Welt als Freiheit zu verkaufen.

Die Verstöße der USA gegen Völkerrecht und "Menschenrechte" werden stillschweigend hingenommen oder sogar unterstützt und die Reaktionen darauf überlaut als "Verbrechen" gebrandmarkt. Das ist der Kern einer Politik, die das demokratische England Jahrhunderte betrieben hat. Diese Rolle haben die  USA übernommen und es dabei stets verstanden, in den Massenmedien den Eindruck zu erwecken, man bringe "Freiheit und Demokratie" – doch tatsächlich ist diese "Freiheit" nur die Willkür der amerikanischen Kapitaldemokratie. Ein Musterstaat des Nahen Osten ist jedenfalls nicht entstanden - oder gerade doch?

RBB-Interview: Nichts als die Wahrheit

In den vergangenen Tagen erreichte uns eine Anfrage vom Nachfolgebetrieb des Rundfunks der DDR, der seit 2003 unter dem Kürzel RBB firmiert. Da wir nicht absehen können, ob unsere Antworten in den geplanten Fernsehbeitrag einfließen werden, veröffentlichen wir sie hier für alle Interessierten.

1. Welches ist das zentrale Ziel der Spreelichter?

In erster Linie geht es uns um den Arbeitsplatzerhalt. Wie Sie vielleicht wissen, gehören wir zu einer langfristig angelegten Operation der brandenburgischen Verfassungsschutzbehörde. Die Existenzberechtigung dieser Behörde wurde intern vielfach infrage gestellt, sodass ein Projekt zur Sicherung der Haushaltsmittel nötig wurde. Dem aktuellen Verfassungsschutzbericht können Sie entnehmen, dass dieses Ziel erreicht werden konnte. Daneben geht es auch um die Generierung weitergehender Machtbefugnisse für den Verfassungsschutz und die staatlichen Repressionsorgane insgesamt. Hierzu erhalten wir von unseren V-Mann-Führern in einer direkten Befehlskette Anweisungen, um z. B. in regelmäßigen Abständen medial verwertbare Argumente für die Vorratsdatenspeicherung zu produzieren. Natürlich können wir als letztes Glied in dieser Kette unseren Lebensunterhalt so nur schwer bestreiten, weswegen wir sämtliche Erlöse aus unserem Verkauf von weißen "Totenmasken" und die Einnahmen aus unseren Hinterkopf-Tattoostudios in Aktien von Firmen investieren, welche die Telekommunikationsunternehmen mit den notwendigen Speicherkapazitäten ausrüsten. Das ist für uns praktisch eine Win-win-Situation!

2. Wieviele Mitglieder haben die Spreelichter?

Eine genaue Zahl können wir leider nicht benennen, da der Kontakt zu einem Großteil der zellenartig organisierten Einsatzgruppen ja nur über unsere V-Mann-Führer besteht. Allerdings erwarten wir – so wurde uns von oberster Stelle versichert – in Kürze einen Zustrom enttäuschter Mitglieder der sich auflösenden und radikalisierenden Randpartei FDP.

3. Welche Personen gehören zum Führungskreis?

Glücklicherweise verfügen wir über ein hochqualifiziertes Team und sind froh, die sonst immer so grau und muffig erscheinenden Idealisten einmal in das rechte Licht rücken zu können. Dabei trägt Winfriede Schreiber als unsere PR-Beraterin und Verantwortliche für die Pressearbeit wohl den größten Verdienst. Wir hoffen sehr, dass sie diese Aufgabe trotz fortgeschrittenen Alters noch lange wahrnehmen kann. Mittlerweile unersetzlich hat sich außerdem Wolfgang Schäuble als Verantwortlicher für die Finanzen gemacht. Er kam auch auf die grandiose Idee mit den Aktienkäufen und gab ohne zu zögern 100.000 DM aus seinem Privatvermögen dazu. Gerade eben scheut er wieder keine Mühe, uns weitere Finanzmittel aus den Überschüssen der Krankenkassen zukommen zu lassen. Da wir bisher geheim operierten, haben wir immer mal wieder Ärger mit der Polizei. In solchen Fällen kommt unser Rechtsanwalt Danny Eichelbaum zum Einsatz, der gleichzeitig unser Bindeglied in den Nahen Osten ist. Zumindest erwähnen müssen wir auch Cem Özdemir. Er ist zwar soweit ohne Funktion, jedoch hatten wir die Vorgabe bekommen, die Migrantenquote zu erfüllen.

4. Waren die Spreelichter direkt an den Aufmärschen der sogenannten "Unsterblichen" in Bautzen, Stolpen evtl. anderen Orten im Westen Deutschlands beteiligt?

Wir waren nicht nur an der Planung und Durchführung aller bisher stattgefundenen Aufmärsche der Unsterblichen mit unserem eigenen "Totenmasken"-Verkaufsstand beteiligt (siehe Frage 1), sondern tragen auch die Verantwortung für die Schuhwurf-Demos gegen Guttenberg und Wulff. Den Auftrag dafür erhielten wir übrigens von unserem obersten Vorgesetzten Dietmar Woidke selbst. Ziel war es, mit dem Wegfall von Guttenberg und Wulff die Christdemokraten zu schwächen, nachdem die Sozialdemokraten durch ihre Position zur Vorratsdatenspeicherung so in der Wählergunst gesunken waren.

5. Aus welchem Grund gab es seit etwa zwei Jahren keine Aktionen der Spreelichter mehr in Brandenburg?

Zum einen hat die Sparpolitik auch vor unserem Ressort nicht Halt gemacht, sodass die gekürzten Mittel sich unmittelbar auf die Motivation der Truppe ausgewirkt haben, und zum anderen gab es den tragischen Vorfall, bei dem eine der Kerngruppen von einem sich wieder in der von Abwanderung geprägten Lausitz ansiedelnden Rudel polnischer Wölfe angegriffen wurde – das Risiko, in dieser Region weiterhin aktiv zu werden, war danach einfach nicht mehr tragbar.

6. Welche Verbindungen der Spreelichter zu sogenannten freien Kräften / freien Kameradschaften gibt es?

Freie Kameradschaften werden hin und wieder für Gewaltaktionen angeworben. In diesen Fällen gibt es indirekt Kontakt zwischen uns und ihnen über unsere V-Mann-Führer.

7. Welche Verbindungen der Spreelichter zur NPD gibt es?

Für die NPD ist nach einer internen Neuregelung nur noch das Bundesamt für Verfassungsschutz zuständig. Die Bundesregierung befürchtet nämlich Pannen im neuen Verbotsverfahren, falls verschiedene Verfassungsschutzbehörden V-Leute positionieren und dann nicht klar ist, wo tatsächlich die NPD aggressiv-kämpferisch die freiheitliche demokratische Grundordnung bekämpft hat, oder wo ein V-Mann am Werk war. Um ganz sicher zu gehen, haben wir seit dieser Regelung eine Kontaktsperre zur gesamten NPD.

8. Welche Auffassung gegenüber dem Nationalsozialismus unter Adolf Hitler vertreten die Spreelichter?

Der Nationalsozialismus unter Adolf Hitler hat unserer Meinung nach nie existiert. Er ist eine Erfindung von Guido Knopp. Das wirkt auf Sie nun sicher überraschend, aber an Ihrer Frage sehen Sie, dass diese Geschäftsidee bestens funktioniert.

9. Welche Auffassung gegenüber dem Holocaust vertreten die Spreelichter?

Als seinerzeit der ehemalige Verfassungsschutzagent Thomas Dienel vor laufender Fernsehkamera eine Rede hielt, in der er sagte, in Auschwitz sei niemand vergast worden, führte dies zu einigem Ärger innerhalb der Behörde. Es kostete die zuständigen Stellen viel Mühe, dafür zu sorgen, dass Dienel die Haftstrafe von 32 Monaten nie antreten musste, zu der er verurteilt worden war. Da unsere Vorgesetzten aber auch keine anderen Ansichten dulden als jene, die Dienel äußerte, haben wir seitdem unter Androhung der sofortigen Kündigung die strikte Anweisung, uns zum Thema Holocaust überhaupt nicht gegenüber Medienvertretern zu äußern. Unser Auftrag in der öffentlichen Meinungsbildung ist schließlich auch ein anderer (siehe Frage 1).

10. Gibt es Verbindungen der Spreelichter zur gewaltbereiten Neonaziszene, z. B. dem sogenannten NSU?

Zum NSU haben wir nur indirekt über unsere V-Mann-Führer Verbindung, die sich gelegentlich mit den V-Mann-Führern des NSU austauschen. Möglicherweise haben wir aber NSU-Mitglieder unbewusst bei der Weihnachtsfeier des Landesamtes für Verfassungsschutz im Jahre 2010 kennengelernt. Wir erinnern uns noch gut, dass dort eine etwas seltsame Gruppe das Krippenspiel aufgeführt hat. Der Verkündigungsengel hat dann zu fortgeschrittener Stunde nach etlichen Gläsern Glühwein irgendwas von einem CIA-Kollegen erzählt, der abgezogen werden müsse, weil es Zwischenfälle gegeben habe. Die drei Könige haben darauf sehr böse geguckt und gedroht, er solle jetzt still sein, wenn er nicht künftig auf die Fördergelder für seine komische Beratungsstelle verzichten wolle. Ganz verrückt wurde es dann, als Maria gegen Ende der Feier versucht hat, den Stall anzuzünden. Josef und Jesus – auch recht angeheitert – fanden das gar nicht lustig und die drei Könige mussten wieder einschreiten. Irgendwas von "Briefing vertauscht" hat Maria darauf gelallt. Josef und Jesus haben dann noch gesagt, dass Maria das doch erst machen solle, wenn sie beide bei Rehkopf seien. Da haben die drei Könige zustimmend genickt, sich aber danach etwas beklemmt angeguckt. Im Nachhinein ergibt das alles einen Sinn – kann natürlich Zufall sein.

Tatsächlich hatten wir einen Moment lang überlegt, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, die gestellten Fragen irgendwie ernst zu nehmen. Jedoch blieb uns angesichts der peinlichen Stereotypen der RBB-Redaktion, die uns so sehr an das Bild des SED-Regimes gegenüber dem Klassenfeind erinnerten, keine andere Wahl - schließlich blieb auch dafür immer nur Spott übrig.

Beeindruckende Innovationsleistung: "Kiezdeutsch"

Beeindruckende Innovationsleistung: Kiezdeutsch

"Wir sind jetzt neues Thema." - Was sich für die meisten Deutschen nach einer sprachlichen Kapitulation anhört, ist für die Potsdamer Germanistik-Professorin Heike Wiese ein kreativer und faszinierender "deutscher Dialekt". Das sogenannte "Kiezdeutsch" zeichnet sich besonders durch unvollständige Sätze, durchmischt mit arabischen und türkischen Worten, aus. Gesprochen wird dieses gebrochene Deutsch vor allem in Großstädten, die einen hohen Anteil Fremder aufweisen.

Monatelang hatte die Sprecherin des Zentrums "Sprache, Variation und Migration" mit ihren Studenten die Sprache Berliner Jugendlicher analysiert. Nach ihren Feldstudien schwärmt sie von der beeindruckenden "Innovationsleistung" der verstümmelten Satzfetzen und verurteilt die bislang fehlende Anerkennung für die sprachliche Bereicherung. Kritik an der "Jugendsprache" hält sie natürlich für ausländerfeindlich.

Das wichtigste Argument für einen neuen Dialekt ist für Wiese das unbewusst von den Sprechern befolgte grammatikalische System:

"Ein wirklicher sprachlicher Fehler dagegen ist etwas, das versehentlich und unsystematisch gebraucht wird."

Der Chefredakteur der Deutschen Sprachwelt, Thomas Paulwitz, sieht das allerdings anders:

"Es führt in die Irre, dieses in Wortschatz und Grammatik verarmte Deutsch als Dialekt schönzureden." Es ist "unverschämt und anmaßend", dieses Stammeldeutsch auf eine Stufe mit so ausdrucksreichen und farbigen Mundarten wie Bairisch, Sächsisch und Schwäbisch zu stellen. Wer beispielsweise "Mein Schwester geht Kino" sage, der spricht keinen Dialekt, sondern habe schlicht Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache.

Mit seiner Kritik steht Paulwitz nicht alleine da. Auch der Bildungsredakteur der FAZ, Jürgen Kaube, findet Wieses Faszination für das gebrochene Deutsch "sprachgeschichtlich und soziologisch so irrig wie bildungspolitisch dumm". Sprecher des Kiezdeutschen sind zu "richtigem" Hochdeutsch einfach nicht in der Lage. Und das fliege spätestens beim ersten Bewerbungsgespräch auf.

Tatsächlich muss man kein Germanistik-Professor sein, um zu erkennen, dass es sich beim so genannten "Kiezdeutsch" nur um eine Verarmung und Degeneration der deutschen Sprache handelt, die nicht erst seit Ulla Schmidt Methode hat. Denn eine Gemeinschaft kann nur dann entstehen, wenn man sich auch seelisch versteht - und darin liegt auch die Erklärung, warum unsere Sprache heute so bewusst überfremdet wird. Sie soll nicht vereinen, sondern verwirren und trennen. Selbst die Menschen gleicher Art sollen sich verständnislos gegenüberstehen, die Alten den Jungen gegenüber und die Jungen sollen über den Unverstand der Alten lachen.

Wer aber unsere Sprache vergewaltigt, wer sich für "Kiezdeutsch" einsetzt, der will nicht aufbauen, sondern Gewachsenes zerstören - was bekanntermaßen im Wesen der Demokraten liegt.

Wie sich die Sicherheitsbehörden ihre Terroristen schaffen

Wie sich die Sicherheitsbehörden ihre Terroristen schaffen

Während in den bundesdeutschen Medien der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse auf die Titelzeilen gehoben wird, nicht ohne ebenso zusammenhangslos wie reflexartig die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung zu beschwören, berichtete die britische Tageszeitung "The Guardian" in der vergangenen Woche von einem Ex-V-Mann des FBI, dessen Auftrag es war, junge Islamisten zu radikalisieren und anderen, als Al-Qaida auftretenden FBI-Agenten, in die Arme zu treiben.

Begonnen hatte die "Karriere" des wegen Scheckbetrugs verurteilten Craig Monteilh als verdeckter Drogenfahnder. Später wurde er beauftragt, für die "Terrorabwehr" zu arbeiten und bekam dafür von seinen FBI-Vorgesetzten eine neue Identität. Als Farouk Aziz sollte er sich in islamische Gruppen in Orange County, einem Bezirk im Süden Kaliforniens, einschleusen.

Nachdem er sich eine Zeit lang in den Moscheen rumtrieb, konvertierte er im Juli 2006 zum Islam. Danach fing er an, mit jungen Islamisten über den Zugang zu Waffen und den möglichen Wunsch, ein Selbstmordattentäter zu werden, zu sprechen. Die Gespräche selbst nahm er mit einer verdeckten Kamera oder einem als Schlüsselanhänger getarnten Audiorekorder auf, die er wöchentlich an das FBI weiterleitete. Die Kunst dabei sei gewesen, so Monteilh, jemanden dazu zu drängen, "Jihad" zu sagen.

Einsatzbesprechungen fanden aller zwei Monate in einem Hotelzimmer statt, wo er auf einzelne Personen angesetzt wurde, um Schaubilder über deren Beziehungsnetz zu erstellen. Wenn sich dann z. B. herausstellte, dass die Zielperson homosexuell war, nutzte das FBI diese Information, um ihn als Informant zu erpressen. Auf Monteilhs Vorschlag, mit muslimischen Frauen sexuelle Beziehungen einzugehen, um sie so besser ausfragen zu können, entgegneten FBI-Agenten, "wenn es der Informationsbeschaffung dient, dann los".

Seine eigene Motivation beschrieb Monteilh damit, sich unantastbar gefühlt zu haben. "Ich bin ein Verbrecher, ich bin auf Bewährung und die Polizei darf mich nicht verhaften. Wie mächtig fühlt man sich da? Sehr mächtig! Du fängst an, eine bestimmte Arroganz zu entwickeln." Aber seine Arbeit als Agent Provocateur wurde auch gut bezahlt: Auf dem Höhepunkt seiner "Karriere" verdiente Monteilh nach eigenen Angaben mehr als 11.000 Dollar im Monat.

Im Jahre 2009 ermittelte das FBI gegen den afghanischen Einwanderer Ahmad Niazi. Zu den Beweisen gehörten heimliche Mitschnitte, die Monteilh geliefert hatte. Gegenüber dem Guardian gibt der Ex-V-Mann nun an, Niazi eine Falle gestellt zu haben. Mit den durch ihn provozierten, mitgeschnittenen Gesprächen sollte der Afghane dazu gezwungen werden, als Informant zu arbeiten. Tatsächlich wurde die Anklage später fallen gelassen.

Der Fall Monteilh gibt Einblicke in die Arbeitsweise der Sicherheitsbehörden, die mit dem Einsatz von Provokateuren aus naiven und leicht zu manipulierenden jungen Männern angebliche Terroristen machen. Das FBI bildet sie im Umgang mit Waffen und Sprengstoff aus, fährt sie mit einem Auto in die Nähe des für einen Anschlag bestimmten Ortes, wo dann der jeweilige "gefährliche Terrorist" von mutigen FBI-Kollegen unter hohem persönlichen und medialen Einsatz verhaftet wird. Tatsächlich, klärt Monteilh, gibt es gar keine Jagd auf Terroristen. Es ist alles fingiert.

So auch der Fall der "Newburgh Four", der vier schwarzen Kleinkriminelle aus Newburgh, die von einem Agent Provocateur des FBI für 250.000 Dollar und einer Gratis-Urlaubsreise dazu angestiftet wurden, Sprengstoff in einer New Yorker Synagoge zu deponieren. Sowohl die Idee, das Material, als auch die ideologische Begründung für den geplanten Anschlag stammten von einem bezahlten Informanten.

Dass sich solche "Arbeitsweisen" nur auf die Sicherheitsbehörden in den USA beschränken, kann bei einem Blick auf die sich in Deutschland und Europa zugetragenen Anschläge, bei denen im Nachhinein immer bekannt wurde, dass es eine Verbindung eines der jeweiligen Geheimdienste zu den Tätern gab, wohl ausgeschlossen werden.

...lade
 

Kontakt

Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!

Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!


Feed Flickr