Sozi abzugeben

Sozi abzugeben

Nach der Veröffentlichung der ersten Abschnitte aus Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" fordert der Sozi-Vorsitzende Gabriel den Parteiaustritt des ehemaligen Finanzsenators im rot-roten Berliner Pleite-Senat. Beste Gelegenheit für die "Bürgerbewegung pro Deutschland", sich um Anerkennung zu bemühen, indem sie Sarrazin in der Hoffnung, zukünftig die Briefbögen und nicht zuletzt die eigene Bedeutung zu bereichern, den Parteivorsitz anbieten:

"Wir würden in diesem Fall unverzüglich eine Bundesversammlung durchführen. Ich würde vom Bundesvorsitz zurücktreten und Sarrazin für dieses Amt vorschlagen. Mit ihm an der Spitze ließe sich das Parteiengefüge mühelos aufrollen. Demoskopen veranschlagen unser Wählerpotenzial im Bereich von etwa 20 Prozent der Stimmen. Sarrazin wäre der richtige Mann, um dieses Potenzial vollständig zu erschließen."

Dumm nur, dass dabei nicht bedacht wurde, dass nun jeder weiß, dass man bei der "Bürgerbewegung" wirklich glaubt, mit anderswo abgestoßenen Altpolitikern und deren stets fehlgeschlagenen "Lösungen" die Zukunft neu gestalten zu können.

Verwundern kann das nicht. Jahrzehnte haben die demokratischen Rechtsparteien damit zugebracht, das spießbürgerliche Vorbild der Systemparteien nachzuahmen und es daher nicht geschafft, eine geschlossene Gemeinschaft mit einheitlicher weltanschaulicher Ausrichtung zu bilden, die mit einigen echten Persönlichkeiten ein Gegengewicht darstellt. Aber dies nicht etwa deswegen, weil sie ständig bekämpft worden sind, sondern, weil es sowohl an Persönlichkeiten wie auch an Ideen gemangelt hat.

Deswegen glaubt man auch an das "Potenzial" eines Sarrazins, zu dessen großen Leistungen es in seiner Amtszeit als Finanzsenator gehörte, Hartz IV-Empfängern vorzurechnen, was sie zu essen hätten, um im selben Atemzuge dem Golfclub Wannsee 3 Millionen Euro zu schenken. So träumt man gemeinsam den demokratischen Traum, mit zahlreichen Wahlversprechungen alle Unzufriedenen, Nörgler und Neider hinter sich zu versammeln, um endlich die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen und "anerkannt" zu werden.

Dabei können sie immer nur schlechte Kopien des Systems sein und beweisen dies stetig neu, wenn doch mal einigen von ihnen der Sprung in die gelobten Parlamente gelungen ist. Denn dort stellt sich dann sehr schnell heraus, dass man zwar viel Zeit, Eifer und Anstrengung benötigt hat, um nun auch Parlamentarier zu sein, dort aber ohne weltanschauliche Grundlage hilflos den vorhandenen "Sachzwängen" gegenübersteht und zuletzt voll und ganz die Spielregeln des Systems anerkennen muss.

Genau in diesen Gesetzmäßigkeiten des Systems liegt aber der Grund für die heutigen Zustände: Ichsucht und Besitz gelten mehr als Herkunft und Heimat, jeder ist sich selbst der Nächste - unheilvoll sind die Auswirkungen dieser Untreue zum eigenen Volke!

Daran hat sich bis heute nichts geändert – und da die Ursachen in den "nationalen" Parteizentralen immer noch nicht erkannt worden sind, wird das bestehende System solange weitermachen, bis es über den Abgrund hinaus gefahren wurde.

Ergänzt: Sollte noch irgendwer Zweifel gehegt haben, auch die NPD möchte gern Sarrazin haben - besonders, nachdem man schon bei Möllemann eindeutig zu spät kam. Hessens NPD-Landesvorsitzender Jörg Krebs in einem Offenen Brief:

"Als Landesvorsitzender der hessischen NPD und Frankfurter Stadtverordneter würde ich mich aufrichtig freuen, wenn man sich in einem Gespräch über die Möglichkeiten einer politischen Zusammenarbeit austauschen könnte."

So kann sich der Sozi sozusagen über Nacht aussuchen, in welcher dieser "Speerspitzen" im "Kampf für ein besseres Deutschland" er am liebsten Funktionsträger sein möchte.

"Dienstanweisung"

Dienstanweisung

Ganz sicher erinnert ihr euch noch an den "Oberschichtentweet" der Familienministerin Kristina Schröder, als sie nach dem "einmaligen Kraftakt" (Sparpaket) ihre geplante Streichung des Elterngelds für Hartz IV-Empfänger zu rechtfertigen versuchte und damit eine Welle der Empörung auslöste. Doch, wer glaubte, das wäre nicht mehr zu toppen, der sollte sich mal die Dienstanweisung der Bundesagentur für Arbeit ansehen, welche die Geschäftsführerin der Arge Lübeck erklärt:

"Ein Anspruch auf ALG I besteht bei einem Beschäftigungsverbot wegen Schwangerschaft nur, wenn die Schwangere trotzdem für den Arbeitsmarkt verfügbar ist – also nicht jegliche Beschäftigungen, sondern nur bestimmte Tätigkeiten untersagt worden sind."

Einer schwangeren Frau aus Schleswig-Holstein wurde das nun zum Verhängnis. Die 28-Jährige Pharmareferentin war seit Februar ohne Arbeit und bekam Arbeitslosengeld. Nachdem sie im Juli zweimal wegen drohenden Frühgeburten ins Krankenhaus musste, bekam sie vom Arzt ein Beschäftigungsverbot, um das Leben des Kindes nicht zu gefährden. Daraufhin stellte die Arbeitsagentur mit sofortiger Wirkung die Zahlung des Arbeitslosengeldes ein, was auch noch zur Folge hatte, dass sie keinen Anspruch mehr auf Mutterschutz, Kranken- und Elterngeld besitzt.

Für die Arbeitsagentur ist die Lage eindeutig. Olga Nommensen von der Arge Lübeck:

"Uns sind aufgrund von Dienstanweisungen der Bundesagentur die Hände gebunden, sodass wir bei Beschäftigungsverboten keine Zahlungen vornehmen können."

Was für ein Glück das die Lage beim Vergütungssystem für außertarifliche Beschäftigte der Bundesagentur für Arbeit nicht so eindeutig war. Wie die Rechnungshofprüfer im Mai des Jahres entdeckten, sorgte das nämlich dafür, dass leitende Angestellte der Agentur ein festes Monatsgehalt von bis zu 13.300 Euro, zusätzliche "persönliche Zulagen" und garantierte statt erfolgsabhängige Leistungszulagen erhielten. So ist auch klar, warum am Ende kein Geld für Schwangere mehr bleibt, die vom System der Demokraten eh nur als Belastung wahrgenommen werden.

Wozu sollte man auch werdende Mütter und Kinder unterstützen, wenn man "Fachkräfte" aus dem Ausland holen kann, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu halten?

Augenblicke - H.G. Acoustic

Wer sich schon immer gefragt hat, was die Jungs und Mädchen aus dem Widerstand abends am Wochenende so machen...

Das Video steht unter der CC-BY-SA und kann als 480p-Version direkt oder als Torrent runtergeladen werden. Außerdem findet Ihr die einzelnen Lieder zum Einbinden in Eure Blogs auf Vimeo und Youtube.

01 Wehr DichYoutubeVimeoTorrent
02 Die Welt soll es sehenYoutubeVimeoTorrent
03 Wer kann es sehenYoutubeVimeoTorrent
04 Grund zum FeiernYoutubeVimeoTorrent
05 MehrheitYoutubeVimeoTorrent
06 Die letzten DeutschenYoutubeVimeoTorrent
07 Die vierte GewaltYoutubeVimeoTorrent
08 Wer, wenn nicht Du?YoutubeVimeoTorrent
09 Über alles in der WeltYoutubeVimeoTorrent
10 LebenYoutubeVimeoTorrent
11 Für immerYoutubeVimeoTorrent
12 Dein ErbeYoutubeVimeoTorrent
13 Der Heimat SohnYoutubeVimeoTorrent
14 Entfach' das FeuerYoutubeVimeoTorrent
15 Generation, die sich wehrtYoutubeVimeoTorrent

Ein großer Dank geht an die Gruppen aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern, die sich als Spiegelserver zur Verfügung gestellt haben.

Ergänzt: Sinn und Zweck einer Creative Commons-Lizenz ist es, anderen die Möglichkeit einzuräumen, einmal geschaffene Werke kreativ zu nutzen, vorhandenes Material aufzubereiten und weiterzuverarbeiten. Das hat eine der Gruppen aus Pommern einfach mal gemacht und euch die einzelnen Lieder als MP3 auf der Seite freies-pommern.de bereitgestellt.

Wochen-Jingle: Kinderlachen

Wochen-Jingle: Kinderlachen

Bei einer Geburtenrate von 1,3 Kindern pro Frau muss man sich so langsam auch über die psychologischen Folgen Gedanken machen und entdeckt dabei auch noch eine neue Geschäftsidee.

Neulich in Dresden

Neulich in Dresden

Eine der Dresdner Gruppen vor der Semperoper während der Aktionswochen 2010.

Erbschuld

Erbschuld

Kennt ihr die Firma “World Holdings” in Florida? Nicht? Solltet ihr aber! Denn denen schuldet ihr Geld. Vor über 70 Jahren, zur Zeit der Weimarer Republik, soll sie dem Staat insgesamt 208 Millionen Dollar geliehen haben, dessen Rückzahlung nach 1933 verweigert worden sei. Nun sollen alte Rechnungen beglichen werden. Darum hat die “World Holdings” den heutigen Staat vor einem Gericht in Miami angeklagt.

Laut ihrem Anwalt Michael Elsner fordert die Firma insgesamt einen Betrag von über 450 Millionen Dollar von Deutschland. Der Marktwert alter Staatsanleihen errechne sich üblicherweise aus dem einst geschuldeten Zins sowie der Entwicklung des Goldpreises. Das Gericht in Miami lehnte den Prozess zwar zunächst ab, weil es sich als nicht zuständig betrachtet. Doch jetzt entschied das Berufungsgericht von Atlanta, dass amerikanische Gerichte sehr wohl über entsprechende Klagen befinden können.

Die deutsche Botschaft in Washington schweigt bislang. Dass es bei der geforderten Summe am Ende nicht bleiben wird, ist ebenso egal, wie die Forderung insgesamt. Viel interessanter wird es sein zu beobachten, wie der kollektive Schuldkomplex dazu führen wird, möglicherweise durchaus vernünftige Menschen völlig irrational reagieren zu lassen. Denn egal wie man zur Zeit des Dritten Reiches stehen mag und was man im Einzelnen von den dortigen Vorgängen genau weiß - ernsthaft ist doch nicht zu bezweifeln, dass unsere Generation, die nun dafür bestraft werden soll, damit in keinem Zusammenhang steht.

Wenn man einen Hund ohne Grund ausschimpft, wird er immer zerknirscht reagieren und darum buhlen, bis sein Herrchen wieder gut zu ihm ist. Ein Hund kann nicht überdenken, ob die Bestrafung gerechtfertigt war. Das ist bei einem Menschen anders - wir würden uns nicht ohne Grund ausschimpfen lassen, weil wir ja wissen was wir getan oder auch nicht getan haben.

Bei all diesen “Zahlungen” geht es um Vorwürfe, die vergangenen Generationen zur Last gelegt werden - und die heute generalstabsmäßig in alle deutschen Seelen gepflanzt werden. Was davon wirklich stimmt, was davon feindliche Kriegspropaganda oder auch nur die “Geschäftsidee” eines Betrügers ist, kann der Einzelne gar nicht mehr unterscheiden - schon allein, weil das unter ungünstigen Umständen zu einer Strafverfolgung führen kann.

So ist er zuletzt doch in der Rolle des Hundes, der buhlen muss, endlich wieder anerkannt zu werden, in der Hoffnung, dass irgendwann “seine” Schuld beglichen sei. Die herrschenden Demokraten zahlen zulasten des Steuerzahlers, können so die “Schuld” mit fremden Mitteln abtragen - und müssen selbst nichts opfern - was die Sache natürlich wesentlich erleichtert. Und so übertrumpfen sie sich auch gegenseitig beim Buhlen um Anerkennung und Lob, beim Zahlen und beim Einprügeln auf die Deutschen vergangener Generationen, die auch den Einsatz des eigenen Lebens nicht gescheut haben. Gerade das aber käme natürlich für diese Gestalten keineswegs infrage.

Ich wähle überhaupt nicht

Ich wähle überhaupt nicht

"Ich wähle überhaupt nicht", sagt Krafft. "Warum nicht?", fragt der Michl. "Weil doch nichts Gescheites dabei herauskommt. Wir sind Gegner der Parlamentswirtschaft."

"Ihr wollt also das Volk ausschalten??", rief der Schorschl dazwischen. "Es ist schon ausgeschaltet", behauptet Krafft. "Nicht dass ich wüsste, wir wählen doch das Parlament." "Nein, du wählst eine Partei, und erst die Parteien bilden das Parlament. Du wählst auch nicht den, der dir gefällt, sondern den deine Partei auf die Liste setzt. Im besten Falle wählst du Vertreter deiner Weltanschauung, wenn du eine hast. Hier liegt aber der Schwindel begraben. Man verspricht euch ein Leben voll Schönheit und Würde vor der Wahl und bringt euch nachher die Not und die Schande. Irgendeinen Köder gibt man euch zu schnappen, einen kleinen Vorteil, und mit dem fängt man euch ein! Was ihr nachher ausfressen müsst, das schiebt eine Partei auf die andere. Das Volk selbst wäre schuld, hätte es ihrer Partei die Mehrheit gegeben, sie hätte alle Wünsche erfüllen können. Das ist ja das Elend, dass keiner von den Burschen, der an die Macht kommt, auch verantwortlich ist für das, was er anstellt. Er kann immer sagen, ich bin leider überstimmt worden, ich habe nicht allein zu entscheiden gehabt, die anderen Parteien haben dreingeredet, es hat nur zu einem Kompromiss gelangt. Unter sich kuhhandeln sie und sagen "Herr Kollege" zueinander, aber im Reichstag oder Landtag fahren sie sich pfundige Reden an den Kopf, dass ihr das Maul und die Augen aufreißt vor Verwunderung. Wir wollen aber Männer an der Regierung, die ihren Kopf zum Pfande legen für ihr Handeln, keine Hampelmänner, die so strampeln, wie eine verborgene Hand an ihnen zieht."

"Ich will euch noch ein Beispiel sagen", mengt sich Berta ins Gespräch. "Um einen Schwerkranken stehen die Ärzte herum und beraten sich. Der Mensch wird aber immer blasser und bleicher, denn ein schlauer Gauner unter den Ärzten zapft dem Kranken das Blut ab. Er sagt, das schadet nichts, das wäre gesund, und sie lassen unbedenklich das Blut rinnen und raten, man müsste dem Kranken ein Schönheitsmittel geben, dass er wieder rote Backen kriegt, ein Augenfeuer einspritzen, dass er nimmer so matt schaut – und das Blut rinnt weiter aus, bis er stirbt."

"Geh, ein Arzt weiß doch, dass er einen nicht verbluten lassen darf", unterbrach ungeduldig der Michl. "Das wissen sie auch", entgegnet Berta, "sie sind doch keine Dummköpfe, so wenig als eure Parteiführer dumm sind. Glaubt ihr vielleicht, die sehen nicht weit besser als wir, woran das deutsche Volk zugrunde geht? Warum tun sie nichts dagegen? Warum doktern sie außen an der Schönheit umeinander und tun so, als sähen sie die wahren Ursachen nicht? Warum? Sagt, warum?"

Hilflos schauen sie die zornrote Berta an, die ganz gelassen dann sagt: "Weil sie nicht wollen, dass Deutschland wieder gesund aufsteht. Die Ärzte markieren sie und sind nur die Mörder am Volk." "Und ihr Ochsen wählt eure eigenen Metzger", ergänzte Krafft.

Als Erster hat sich der Schorschl erholt und fragt dagegen: "Wen sollen wir denn nachher wählen, deine Partei geht ja nicht ins Parlament." "Jetzt ist auch keine Zeit zum Wählen, erst muss dafür gekämpft werden, dass sich die neue Weltanschauung durchsetzt, dass sie nicht wieder erstickt und umgebracht wird, ehe sie ihre Männer zur Wahl stellen kann. Bei uns werden Männer gebraucht, nicht Stimmvieh."

"Etwas schreiben"

Etwas schreiben

"Etwas schreiben", das heißt längst nicht mehr nur Buchstabe an Buchstabe zu setzen, Worte zu Sätzen werden lassen, zu Gedanken, zu Gefühlen, sondern das heißt auch, alle Einschränkungen zu beachten und die Hauptsache nicht zu erfassen.

"Etwas schreiben", das heißt längst nicht mehr nur ein leeres Blatt zu füllen, Lebensbilder zu zeichnen, zu appellieren, sondern das heißt auch, einen Text zu formulieren, der den eigentlichen Zustand kaschiert und die wesentlichen Gedanken ausspart.

"Etwas schreiben", das heißt heute, ertragen zu müssen, wie ein Fremder dominiert, der sich feindlich verhält und sorgfältig zu lesen beginnt, um mit juristischem Vokabular seine Wahrheit zu rechtfertigen.

"Etwas schreiben", das heißt heute, die Bedingungen einzuhalten, zu akzeptieren, die es erlauben, achselzuckend vom Wetter zu berichten oder ihnen nachzuplappern.

"Etwas schreiben", das heißt, den Gedanken zu finden, in sich wachsen zu lassen, dass allein die Tat als Ausdruck dessen bleibt, was heute nicht beschrieben werden kann.

 

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