In Berlin haben sich am Sonnabend mehrere hundert Menschen versammelt, um den Rücktritt des Bundespräsidenten Wulff zu fordern. Sie folgten damit einem Aufruf von Martin Heidingsfelder, der bereits durch die Gründung des Vroniplag-Wiki, im März des vergangenen Jahres, den Zorn einiger Demokraten auf sich gezogen hatte.

Unter den Losungen "Christian Wulff, kehr doch zurück, in das schöne Osnabrück!" oder "Wulff komm raus, es ist aus!" hielten die Demonstranten neben Plakatschildern auch Schuhe in die Höhe.
Für weltweites Aufsehen sorgte im Jahr 2008 ein irakischer Journalist, der bei einer Pressekonferenz seinen Schuh auf den damaligen US-Präsidenten George W. Bush warf. Bereits im vergangenen Jahr fand diese Geste auch in Deutschland seine Nachahmer. Damals hatten Demonstranten ihr mitgebrachtes Schuhwerk am Zaun des Verteidigungsministeriums hinterlassen und den Rücktritt Guttenbergs gefordert.

Entgegen anderslautenden Gerüchten hatte sich Wulff nicht unbemerkt unter die Demonstranten gemischt.

Unabhängig von der Kundgebung vor dem Schloss Bellevue, hat sich der Druck auf Wulff inzwischen weiter erhöht. Während sich die Schwarz-Geld-Koalition intern schon nach einem Nachfolger umschaut, haben sich die Vorwürfe gegen Wulff erhärtet. Und klar ist: Wenn sich der Bundespräsident dieser Republik einen Machtkampf mit dem Bild-Chefredakteur Diekmann liefert, kann es nur Gewinner geben.

Weitere Fotos findet ihr im Flickr-Stream.
08.01.12

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Chef
09.01.12 um 03:04
antworten
Der Hund ist ja putzig :)
joerghaider_nt
09.01.12 um 15:41
antworten
Liebe Freunde von spreelichter.info !
Dass Euer Protal zu den herausragenden der Nicht- MSM- Welt gehört, hat sich ja selbst ebenda und über deren Grenzen hinaus herumgesprochen. Soweit, sofern nicht schon gesagt, ein lautes "Respekt" auch von mir an Euch!
Um so unerklärlicher allerdings stehe ich nun vor der Tatsache, dass ausgerechnet ihr auf die medieninitiierte Anti- Wulff- Hetze aufspringt, grad so, als könnte man ausgerechnet von Springer und Konsorten Aktionen pro Bevölkerung erwarten, wo wir doch gelernt haben, dass Medien vor allem einem dienen und das sind deren BESITZER! Die Besitzer der Medien sind keine Teile der Bevölkerung die durch diese Medien angesprochen werden.
Aber zum Thema:
Freilich ist Wulff kein Unschuldslamm.
In der Politik allerdings, ist das NIEMAND. Ganz im Gegenteil ist das eine unerlässliche Vorbedingung, sofern man in der Politik sein Gesicht in die Kamera halten möchte, dass jene, die dies "delegieren", also erlauben, den Gesichtshinhaltenden hinterrücks immer noch in den Händen haben mittels einer, sagen wir, "Gemeinheit", die ans Tageslicht zu dringen droht, wenn der dort Geduldete nicht so ganz der Abmachung nach agiert.
Und genau jetzt kommen wir zum Thema.
Der Anlass Wulfss öffentlichen Vorführung liegt in folgendem begründet:
Bei mindestens vier Punkten (drei davon s.u.) agierte er nicht so, wie jene, die ihn am Seil führen, es von ihm erwarten.
Dabei hat er sich jedesmal eher zu Gunsten des deutschen Volkes, als zu Gunsten seiner im Hintergrund befindlichen Gönner und Intronisatoren verhalten.
Nun schmeisst man der Meute, uns bzw. dem Fernsehvolk, einen Köder nach dem anderen hin und diese schluckt diesen auch noch artig und fühlt sich dabei sogar noch wohl!
Im MSM ok, von dort kennen wir es ja, aber hier?
Kein Vorwurf, niemand ist perfekt, und wir alle fallen auf Manipulationen herein, ich finde es aber angemessen diesmal auf diese Manipulation ausdrücklich hinzuweisen. Denn Fakt ist für später doch glasklar: Obgleich Frank Rennicke als Kandiat für das Präsidentenamt stand, wird er nach derzeitigen Merhheitsverhältnisse keinesfalls Wulff beerben können.
Wie agiert Wulffs Nachfolger also bei Fragen die das deutsche Volk direkt angehen? (Lernte dieser ja anhand der derzeitigen "Wulff-Lektion", wie ihm geschieht, sollte auch er ein Bewusstsein entwickeln.)
Aus zwei Gründen votiere ich also für Wulff:
1. aus sein Taten als Präsident zum Schutze des deutschen Volkes gegen die internationale Finanzmafia
2. aus der Tatsache heraus, dass MSM, welche ja generell gegen uns national eingestellte Menschen stehen, ausgerechnet ihn wegmobben möchten, der Feind (Wulff) meines Feindes(MSM) ist also nicht nur dem Sprichwort nach manchmal eher mein Freund.
(die Taten:
a) Weigerung der Unterschrift unter den ESM Vertrag (der zum Nachteil des deutschen Volkes steht)
b) die Weigerung VW den Heuschrecken preiszugeben, falls er der Abschaffung des VW Gesetzes zugesagt hätte (nur Wulff hielt am VW Gesetz fest)
c) die Donnerhallrede in Lindau
Zitat:„Wir haben weder die Ursachen der Krise beseitigt, noch können wir heute sagen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Wir sehen tatsächlich weiter eine Entwicklung, die an ein Domino-Spiel erinnert: Erst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter?“
Damit zielt Wulff eindeutig auf das Bankensystem als Tumor einer zerfallende Gesellschaft und zerfallender Gesellschaftswerte.
Schlussbemerkung:
Wer von vornherein "sauber" ist, kommt also garnicht in ein solches Amt. Er bleibt ewig auf dem Niveau der braven Bevölkerung.
Menschen sind, wie schon große Männer der Geschichte zu erklären pflegten, immer nur an ihren Taten zu bemessen und zwar nicht an Taten, die im Sinne der Position die sie betreiten belanglos, sondern an Taten, die signifikant auf die Position, die diese Männer bestreiten, zuzurechnen sind.
Es gibt, zumal i.d.R. monetär abhängig, also unfrei, mindestens und sehr bedauerlicherweise 81,5 Mio schlechtere Präsidenten für dieses Land!
Karl
09.01.12 um 16:04
antworten
@joerghaider_nt(2): Das klingt ja alles sehr nett, bis man sieht, dass sich offenbar jeder mit Wulff solidarisiert, der hinter der Affäre eine böse Verschwörung wittert - die politische Richtung lässt sich in der Argumentation sogar beliebig austauschen. Was sagst Du denn hierzu:
LINK
Zitat:
"Weshalb redet Deutschland seit einigen Wochen so ausgiebig über Bundespräsident Christian Wulff und kaum noch über die rechtsextremistische Terrorbande und deren Verbindungen zu V-Leuten der Nachrichtendienste? Sind die von vielen Politikern als „Staatsaffäre“ bezeichneten Morde und deren Hintergründe denn schon aufgeklärt? Und wieso wird Bundespräsident Wulff so erbarmungslos angegriffen?
[...] Auf Landesebene setze er ein Zeichen, als er als Ministerpräsident von Niedersachsen die erste muslimische und türkische Ministerin in Deutschland in sein Kabinett berief. Dadurch bewies Wulff Weitblick und Fingerspitzengefühl. Er konnte schon – im Gegensatz zu Parteifreunden und anderen Politikern – recht früh die demografische Entwicklung des Landes deuten und dementsprechend handeln. In einem Land, in dem knapp 20 Prozent der Bevölkerung ausländische Wurzeln haben, in dem über drei Millionen Menschen türkischer Herkunft leben und in dem fast fünf Millionen Muslime heimisch sind, war Christian Wulff der Erste, der auf die Idee kam, eine Muslimin zur Ministerin zu ernennen. Damit schrieb Wulff Geschichte in Deutschland. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde Wulff in den Augen mancher nationalistischer Kreise zur Gefahr.
Auch an der Einführung des islamischen Religionsunterrichts an den niedersächsischen Grundschulen sowie der Etablierung islamisch-pädagogischer Lehrstühle an staatlichen Universitäten war Christian Wulff mitbeteiligt. Der Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland hat diese Initiative von Wulff auf ganz Deutschland übertragen. [...]
Wulff sprach von einer „Bunten Republik Deutschland“ und erinnerte auch die „ewig Gestrigen“ daran, dass sich Deutschland änderte. Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollten oder konnten, Deutschland wurde schon seit Jahren und Jahrzehnten vielfältiger, verschiedener und bunter. Der Bundespräsident sah und sieht in jedem Menschen, der in Deutschland lebt einen Staatsbürger. [...]
Das Fass zum Überlaufen brachte für manche Kreise das Bekenntnis des Bundespräsidenten am Tag der Deutschen Einheit, dass „auch der Islam ein Teil von Deutschland“ ist. [...]
Auf der anderen Seite erfuhr die „katholische Biografie“ Wulffs einen „Knick“. Für die Scheidung von Christiane Wulff und die Eheschließung mit Bettina Wulff wurde er von fundamentalistisch-katholischen und evangelikalen Kreisen heftig angegangen. Denn nach Kirchenrecht bleibt seine erste Ehe kirchenrechtlich weiterhin bestehen und Wulff ist vom Sakrament der Eucharistie ausgeschlossen. [...]
Und zu guter Letzt kritisierte Wulff die versagenden Sicherheitsbehörden und Verantwortlichen im Kampf gegen den rechtsextremistischen Terrorismus und bat die Hinterbliebenen um Verzeihung. Er empfing die Familien sowie Angehörigen der Opfer, von denen einige von fast allen Medien und Teilen der Behörden zuvor verdächtigt wurden. Christian Wulff vergoss im Gegensatz zu anderen Politikern und Würdenträgern ehrliche Tränen anstatt Krokodilstränen. Das haben Millionen Menschen gespürt und gefühlt. Diese Anteilnahme hat man bei Landesministern oder Ministerpräsidenten vergeblich gesucht. Auch in seiner Weihnachtsansprache ging Wulff auf die Neonazi-Verbrechen ein, widmete der Thematik den größten Teil seiner Rede und forderte „lückenlose Aufklärung“."
Quelle: MIGRAZIN - Migration in Germany
Reinhard
09.01.12 um 17:33
antworten
Das mit dem Hund ist doch Tierquälerei. Auf einer lauten Demo und in einem engen Rucksack eingepfercht, muss das Geschehen für das Tier doch eine Tortur gewesen sein. Ansonsten tolle Aktion und toller Artikel!
nanu
09.01.12 um 21:54
antworten
Ja ich finde auch das der Herr Wulff nicht besser ist wie seine Vorgänger und das es immer wieder scheitern wird, weil es an sich scheitern muss, ist ja auch logisch wie klar. Der Herr Wulff ist nicht anders als andere, er vertritt eine Ansicht die den Werten einer solchen Gesellschaft gleicht, sowie man eigentlich nicht leben möchte. Es ist einfach nur fernab von einer Gemeinschaft, in der man doch eigentlich anfangen möchte zu leben. Ob er zu Gunsten für, oder gegen das Volk gewissen Entscheidungen fällt, ist hierbei völlig egal, es geht um das was er ist von grund auf. Der Artikel von Karl sollte da schon alles zusagen, denn es steht da alles zusammen gefasst, was einem schon der art zu denken geben sollte
joerghaider_nt
10.01.12 um 14:26
antworten
Hallo Karl,
schön dass wir hier miteinander versuchen wollen, etwas "voran" zu kommen.
Ich will mal das Pferd von hinten aufzäumen und frage: Was wäre passiert, wenn Wulff, bei der einen oder anderen Sache die in der Bedeutung als Kleinkram bzw. Nebengeplänkel abgetan werden kann, sich, sagen wir mal, konform zu nationalen Grundprinzipien verhalten hätte? Er hätte die Chance, sich einer Unterschrift unter ESM, einem gezielten ausbluten der Steuerbevölkerung nicht mehr verweigern können. In der Sache sind all Deine Themen vielleicht die eine oder andere Erwähnung wert, in der Wertigkeit als solche aber belanglos gegenüber dem Erhalt des VW Gesetzes, welches uns 10 wenn nicht hunderttausende von Arbeitsplätzen in jedem Fall aber hunderttausende von Existenzen sichert. Das ist der Bewertungssmasstab und nur das!
Auch in dem was wir als, ich sag mal Sprecher des eher weiter rechts liegenden Spektrums ansinnen, geht es uns um nicht mehr oder weniger als der Existenzsicherung unseres Volkes, und genau das hat Wulf an diesen zwei herausragenden Punkten gegen die Bankenmacht auf die Gefahr hin, dass sie ihn hinterher rasieren getan, wie es ein Frank Rennicke an gleicher Stelle hätte nicht besser tun können. Da aber Frank Rennicke dies mit Ansage genauso gemacht hätte, fand das Machtmonopol Mittel und Wege, präventiv einen (vermeintlich) Anderen an diese Stelle zu setzen.
All Deine Punkte kann man aus Wulff Position auch derart interpretieren, als dass er seine Gönner mit derlei Zugeständnisse bzgl. Belanglosigkeiten hingehalten wenn nicht getäuscht hat. Das Vertrauen des Machtmonopols genoss er aufgrund seiner Taten die ein Beleg dafür waren, dass er sich an der langen Leine hat führen lassen. Jeder Chef prüft seine Mitarbeiter im Unternehmen, was er ihnen in welchen Umfang und Verantwortungsbereich zubilligen kann. ESM Unterschriftsverweigerung sowie den Erhalt des VW Gesetzes waren der Lackmustest für Wulff beim Machtmonopol und dort versagte er. Ergo griff dieses Machtmonopol zu seinen Mitteln, die in seinem Besitz befindlichen Medien, und legte Dinge offen, von denen es schon lange wusste, es aber für diesen Moment aufhob es zu veröffentlichen.
Allein der Zeitpunkt der Veröffentlichungen ist für sich genommen schon entlarvend, wenn man die Zeichen zu lesen versteht.
Dass Frau Wulff dem Rotlichtmilieu entspringt kommt als nächstes und wird breitgetreten werden, und zwar so, dass bei jedem Staatsbesuch der Besuchte vordergründig über genau das nachdenkt, wenn Wulff nebst Gattin aus dem Flugzeug steigt.
Putin, an Wulffs Stelle hätte den betreffenden Medien die Druck- Veröffentlichungs- und Sende-Lizenzen entzogen, denn erst dann wackelt der Schwanz nicht mehr mit dem Hund.
Noch Andere habe diese Klientel mehr als einmal in der Geschichte mit Maus und Mann des Landes verwiesen.
Sind wir keine Demokraten oder sind wir doch welche, denn genau das würde ich, als Nichtdemokrat nach heutigen Verständnis, Wulff nahe legen.
Das kann er sogar nach GG.
Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Kenn jemand eine Zeitung oder einen Sender der dagegen, das Zensurverbot, nicht verstoßen hätte?
Jeder drittklassige noch so belanglose Leserbrief jedes Interview, wird modifiziert, sinnentstellt, ZENSIERT!
Gibt es noch jemand heute oder in absehbarer Kürze, mit mehr Macht als Wulf der so sehr auf unserer Seite steht wie er?
Stecker ziehen schwarzer Bildschirm und Ende mit der Mediendiktatur und Volksverdummung. Am Zeitungsstand liegt noch das National Journal die Junge Freiheit, die Titanic und die Apothekenrundschau – das war's.
Die können fortan ihre Bild und Spiegel in Liechtenstein drucken und bis zu Grenze bringen. Passieren dürfen derlei nachweislich Volksmoral und Volkswissen zersetzende Drecksblätter und über Jahrzehnte nur Verdummung produzierende Auswüchse journalistischer Armseeligkeit die Grenze dann aber nicht mehr.
Bei Verstößen, denn sie werden es versuchen, horrende Geldstrafen, die sofort der Entlastung der Steuerzahler dienen.
Ich würde mir jedenfalls als Herrscher eines Staates nicht von ein paar Lakaien die Tour vermasseln lassen, weil ich mich meinem Gewissen und MEINES EIDES nach im Sinne meines mich beauftragenden Volkes verhalten habe und zu dessen Schutz und Erhaltung seiner Existenz im ENTSCHEIDENDEN Augenblick gesorgt habe.
Und wenn ich mir vorstelle, dass Wulff zu Karrierebeginn sich vorgenommen hat, sich selbst derart zu verstellen und sich dem System unverdächtig anzuschmiegen nur um in die Position zu kommen um dann im entscheidenden Augenblick sich seiner ursprünglichen Absicht seiner Karriere zu entsinnen, sich also durch die hernach stattfindenden Lebensabschnitte und persönlichen Vorteilen und Annehmlichkeiten hat nicht verbiegen, ja korrumpieren lassen, grad mit dem Wissen, dass er wie Westerwelle nach dem Nein zum Libyenkrieg abgewatscht wird dann gewinnt das Geschehene um so mehr an Bedeutung und der Mensch Wulff an Achtung!
Karl
10.01.12 um 20:17
antworten
@joerghaider_nt(6): Hallo!
Ich würde mich auch als Antidemokraten bezeichnen und die von Dir beschriebene mutmaßliche Haltung Putins in einem solchen Fall begrüßen, solange er den richtigen Interessen dient (was ich nicht so ganz beurteilen kann).
Dass Wulff VW für das nach seinem Verständnis neue deutsche Volk erhalten möchte oder dem umgevolkten Deutschland die Finanzen retten will, ist mir weniger wichtig als das, was er mit seinen antivölkischen Standpunkten als repräsentatives Staatsoberhaupt verkörpert. Im Übrigen ist Wulff deshalb der Erwähnung und des Spottes wert, weil er als Oberdemokrat den selbstgesteckten Zielen so gar nicht gerecht wird, und damit meine ich nicht die politischen Inhalte, sondern die dreisten Lügen im Rahmen seiner Affäre.
Dass irgendwer Herrn Guttenberg die Doktorarbeit geschrieben und dabei abgekürzt (also woanders geklaut) hat, ist ganz normal bei den "ghostgewriteten" Doktorarbeiten, die in Politik und Wirtschaft an der Tagesordnung sind. Das ist eben das Risiko dessen, der nicht selber schreibt. Aber er hat nicht diesen Umstand eingeräumt, sondern gelogen, ohne mit der Wimper zu zucken. Wulff hat sich nun wohl der Vorteilsnahme mindestens fahrlässig schuldig gemacht (was strafrechtlich legal, aber moralisch eben verwerflich ist). Statt es zuzugeben und zu relativieren (das wäre wenigstens konsequent angesichts der moralischen Sümpfe in der Politik), lügt er zurecht, was gerade passt, in der Hoffnung, den Spaß aussitzen zu können. So machen die Demokraten alle Politik (Schäuble mit dem Schubladengeld ist immernoch im Amt, Dienstwagen, Flüge, etc.) und manchmal klappt es nicht. Dann kann man doch ruhig mal den Finger in den Wunde legen.
Darüber, wieviel Macht die Medien hierzulande haben, kann man dann Propagandainhalte generieren, wenn Wulff tatsächlich stürzt... vom Ziel her (das System als falsch darzustellen) schließt sich das nichtmal aus. Solidarität mit Wulff braucht man dafür nicht notwendig.