Die Verfallserscheinungen der "fortschrittlichen Gesellschaft" nehmen immer mehr zu. Das Streben nach persönlicher Macht, der Drang zur Befriedigung eitelster Sehnsüchte hat üble Gestalten emporgespült, deren Übereinstimmung darin besteht, innerlich schwach zu sein.
Christian Wulff - Präsident der Bundesrepublik - ist nach nicht einmal zwei Jahren Amtszeit das Sinnbild für diese Verfallserscheinungen. In seiner Funktion als Staatsoberhaupt verkörpert er die Demokratie mit samt ihren Begleiterscheinungen wie kaum ein anderer. Wulff repräsentiert all jene Gestalten, welche den "Wert" Geld als einzig erstrebenswerte Maxime erachten und somit - getrieben vom Streben nach persönlichem Vorteil - in diesem System an der Oberfläche schwimmen.

Doch der Stuhl des "höchsten Würdenträgers", dem das Wort Würde ebenso fremd zu sein scheint wie die Worte Ehre, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, wackelt. An einem Punkt angelangt, an dem selbst die Bildzeitung mehr Glaubwürdigkeit genießt als der "Präsident der Deutschen", ist es höchste Zeit für Wulff, die Koffer zu packen.
Darum seid ihr aufgerufen, dem Trauerspiel endlich ein Ende zu bereiten und morgen zur Demonstration nach Berlin zu kommen. Unter dem Motto "SHOE FOR YOU, Mr. President!" wollen wir gemeinsam den Präsidenten aus dem Amt jagen. Und weil das bei Guttenberg bereits bestens klappte, wollen wir auch Wulff zum Abschied den Schuh zeigen.
Um 14 Uhr geht's los. Treff ist vor dem Schloss Bellevue - Spreeweg 1, 10557 Berlin.
06.01.12

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schnecke4543
07.01.12 um 09:27
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War seit Jahrzehnten auf keiner Demo mehr. Jetzt ist es Zeit zu zeigen, dass man nicht zur Tagesroutine zurückkehren kann, wie sich Frau Merkel und Herr Wulff das wünschen.
Die öffentliche Meinung ist die unsichtbare Rüstung des Volkes. (Börne)
Demonstrant
07.01.12 um 18:38
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@schnecke4543(1): Das Comeback nach Jahrzehnten hätte ein wichtigeres Anliegen verdient...
mauerblümchen
07.01.12 um 22:08
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Guttenberg war gerade mal neun Monate weg und die Republik wird ihren höchsten Repräsentanten sicher nicht aus dem Amt werfen. Und überhaupt, geht der eine, kommt ein anderer, der auf seine ganz eigene Art widerlich ist. Solche Aktionen haben den Effekt, die Wut auf einzelne Personen zu konzentrieren. Zwar wird die Regierung als korrput und verkommen angeprangert, aber nicht das Regierungssystem. Im empörten Volksbewustsein wünscht man sich nur endlich mal einen, der's mal wieder besser macht. Die künstlich erzeugte Gemeinschaft trifft sich dann in Protestcamps und fordert in den TV-Sendern, die indirekte parlamentarische Demokratie zu retten, dass genaue Gegenteil von dem, was wir anstreben.
Micha
08.01.12 um 00:57
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@mauerblümchen(3): Mit jedem von ihnen der Abtritt, tritt auch ein Teil des Systems ab. Sicherlich folgt dem einen sogleich ein anderer. Aber umso schneller sich dieses "Kommen und Gehen" vollzieht, umso schwächer und erbärmlicher sind die Persönlichkeiten, die von unten nach oben gespült werden und von heute auf morgen Verantwortung übernehmen müssen. Keiner traut diesen Gestalten überhaupt noch zu, wirkliche Leistungen zu vollbringen. Aber genau diese Versager sind es, die Demokratie predigen und das demokratische System gestalten und tragen. Umso mehr das öffentliche Bild derjenigen, die sich selbst als die Verkörperung der Demokratie verstehen, von Unfähigkeit, Korruption, charakterlicher Schwäche und dem Streben nach persönlichem Vorteil geprägt ist, umso mehr wird auch ihr System als Ganzes mit diesen Eigenschaften in Verbindung gebracht. Wulff hat seinen entscheidenden Teil in dieser Entwicklung beigesteuert. Seine Verfehlungen, die seiner und somit auch der Glaubwürdigkeit seines Systems schaden, sind aber irgendwann ausgereizt. Wenn er bleibt, wächst über kurz oder lang bei der Masse auch wieder das Vertrauen zu ihm und somit indirekt auch wieder zur durch ihn verkörperten Demokratie. Er muss gehen, damit ein Neuer kommen und scheitern kann.