Wochen-Jingle: Demokratische Kausalkette

Wochen-Jingle: Demokratische Kausalkette

Was am Ende der "fortschrittlichen Gesellschaft" steht:


14.11.10

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Kommentare

Westmar
15.11.10 um 01:25
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Kommentar 1

Richtig gutes Ding!
Ich würde nur statt Kapitalismus, Börsenkapitalismus nennen.



Karl
15.11.10 um 08:04
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Kommentar 2

@Westmar(1): Kannst Du das auch begründen?



Freiheit
15.11.10 um 14:13
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Kommentar 3

@Karl(2): Auf die Antwort bin ich genauso gespannt.



Westmar
15.11.10 um 15:00
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Kommentar 4

@Karl
Einen gewissen Kapitalismus muss jeder Staat betreiben, ohne Geld/Währung kann es auch kein Staat geben, oder wir fangen wieder mit Tauschhandel an. ;-)

Der Kapitalismus der damals wie heute von uns angeprangert wird, ist aber -um genau zu sein- der Kapitalismus in den Börsen (Zins, Zinseszins, ...). -Börsenkapitalismus



Karl
15.11.10 um 17:23
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Kommentar 5

@Westmar(4): Du verwechselst hier etwas.

Schon nach der Definition der Kapitalisten selbst bedeutet Kapitalismus

"eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in welcher der Faktor Kapital (Eigentum an Maschinen, Anlagen, Fabriken, Geld) im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren wie Arbeit oder Grund und Boden überproportionale Bedeutung hat."

In einer Wirtschaftsordnung, in der anderen Faktoren eine überproportionale Bedeutung zugemessen wird, gibt es selbstverständlich trotzdem Kapital (Eigentum an Maschinen, Anlagen, Fabriken, Geld).



Westmar
15.11.10 um 17:51
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Kommentar 6

@Karl
"In einer Wirtschaftsordnung, in der anderen Faktoren eine überproportionale Bedeutung zugemessen wird, gibt es selbstverständlich trotzdem Kapital"

So ist es! Dann ist das doch auch Kapitalismus, oder dürfen Kapitalisten nur sein, die in der Börse und co sitzen?

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber bis jetzt bleibe ich noch bei meinen Standpunkt >Börsenkapitalismus< ;-)



Karl
15.11.10 um 18:11
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Kommentar 7

@Westmar(6): Hier nochmal ein Versuch meinerseits mit didaktisch geschickten Hervorhebungen:

"eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in welcher der Faktor Kapital (Eigentum an Maschinen, Anlagen, Fabriken, Geld) im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren wie Arbeit oder Grund und Boden überproportionale Bedeutung hat."

Kapitalist ist jemand, der dem Kapital eine besondere Bedeutung beimisst, also der Befürworter des Kapitalismus (der Rassist fröhnt dem Rassismus, der Tourist macht eine Tour, der Traktorist fährt einen Traktor...).

In einer anderen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gibt es auch Kapital: Es gibt Maschinen (und Maschineneigentümer), Anlagen (und Anlagenbetreiber), Fabriken (und Fabrikanten), Geld (und Leute, die Geld haben). Aber da das Kapital hier keine überproportionale Bedeutung im Gesamtgefüge hat, ist es kein Kapitalismus. Vielleicht gibt es aber ein paar Kapitalisten (Menschen, die ihrem Kapital [ihren Maschinen, Anlagen, Fabriken oder Geldern] eine besondere Bedeutung beimessen), die haben aber politisch nichts zu sagen - genau, wie es heute auch Schuhfetischisten in diesem Land geben soll, es aber wohl zu weit ginge, wenn man behaupten wollte, in der BRD herrsche Schuhfetischismus...



Westmar
15.11.10 um 18:29
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Kommentar 8

Gut das eine habe ich verstanden.
Das andere aber noch nicht:

Ab wann "fröhnt man denn "Eigentum an Maschinen, Anlagen, Fabriken, Geld"?
Ab wann "misst" man denn diesen Dingen, eine "besondere Bedeutung" bei?
Ab wann ist man dort Kapitalist?



Karl
15.11.10 um 19:55
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Kommentar 9

@Westmar(8): Der Sozialist (der Mensch, der der Gemeinschaft eine besondere Bedeutung beimisst), wird sich immer dann, wenn er vor der Abwägung steht, ob er seinem Kapital oder seiner Gemeinschaft (beim Nationalsozialisten also der Gemeinschaft seines Volkes) einen Vorteil zu Teil werden lässt, für die Gemeinschaft entscheiden:

Er wird sein Kapital nicht zum Schaden der Gemeinschaft vermehren (Zinswucher, Sozialbetrug, oder auch Raub / Diebstahl), sondern sein Kapital einsetzen, um den Nutzen für die Gemeinschaft zu erhöhen. So kann in jedem Einzelfall bewertet werden, ob jemand sozial oder kapitalistisch denkt.

Wenn das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sozialistisch und nicht kapitalistisch ist, dann muss kapitalistisches Handeln geahndet werden und auch gesellschaftlich (durch die Reaktionen der Volksgenossen) zumindest nachteilige Auswirkungen haben. Deshalb wird der Einzelne, der darüber nicht derart tiefsinnig nachdenkt, sein Handeln daran ausrichten, was ihm Vorteile, zumindest keine Nachteile einbringt: Er wird sozial handeln, weil er damit im System am besten besteht - so wie heute derjenige, der kapitalistisch denkt und handelt, am besten voran kommt (auf Kosten seiner Gemeinschaft, weil der Kapitalismus der völkischen Solidarität entgegensteht).

Nur aber, weil jemand mit seiner Fabrik viel Geld verdient (zB weil er tolle Ideen hatte, weil er tüchtige Arbeiter ausgewählt hat oder weil er risikoreich zunächst viel in das investiert hat, was nun Gewinn abwirft), ist er nicht zwingend ein Kapitalist. Wenn der Staat Anleihen ausgibt, die Zinsen bringen, weil die Wirtschaftskraft des Staates - gemessen an der Leistungsfähigkeit seines Volkes - auch mehr Güter erzeugt, als gegenwertiges Geld da ist (also mehr Geld gedruckt werden kann, ohne, dass Geld wertlos wird), dann ist der Anleger, der Zinsen kassiert, wie sie der Staat versprochen hat, auch kein Kapitalist.

Viele vermeintliche NS haben die Kapitalismuskritik leider von der (präkommunistischen und deshalb privateigentumsverleugnenden) DDR übernommen und müssten sich deshalb eigentlich wundern, warum es unter Herrschaft des historischen NS private Wirtschaftsunternehmen oder verzinste Sparbücher gab...



Walter
15.11.10 um 23:46
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Kommentar 10

"Wie unterscheidet sich schaffendes Staats- und raffendes Börsenkapital?
Das Staatskapital ist ein unmittelbar schaffendes, produktives Kapital. Es ist in seiner reinen Form, vor allem in der Kleinindustrie, noch national und erdverbunden, es arbeitet und vermittelt Arbeit, es
besteht zu seinem größten Teile in immobilen Werten und nicht in barem Gelde, es darf und kann nicht vernichtet werden, da es für das Leben des Volkes unentbehrlich ist. Allerdings hat es sich in den letzten Jahrzehnten zu so ungesunden Formen entwickelt, daß es einer durchgreifenden Reform bedarf. Das Börsenkapital ist kein schaffendes, sondern ein schmarotzerisch-raffendes Kapital. Es ist nicht mehr erdverbunden, sondern bodenlos und international, es arbeitet nicht produktiv, es hat sich in den normalen Verlauf der Produktion hineingedrängt, um aus ihr Prozente zu ziehen. Es besteht in mobilen Werten, das heißt in barem Gelde, sein Hauptträger ist die ******* Hochfinanz, die das Bestreben hat,
die schaffenden Völker für sich arbeiten zu lassen und dabei doch die Erträgnisse der Arbeit in die eigene Tasche zu stecken."
....Zitat von Dr. J. G.



Westmar
15.11.10 um 23:56
antworten

Kommentar 11

@Karl
Also wenn ich dich richtig verstanden habe, soll deiner Meinung nach nur derjenige Kapitalist sein, der das Kapital unvorteilhaft gegen die Gemeinschaft/Das Volk einbringt.

Das halte ich für Unsinn.

Demokratie = jeder kann Unsinn verbreiten, Unsinn verbreiten = zurück entwickeln, zurück entwickeln = Volkstod



Karl
16.11.10 um 07:13
antworten

Kommentar 12

@Westmar(11): Meiner Meinung nach ist derjenige Kapitalist, der dem Kapital eine überproportionale Bedeutung beimisst und deshalb zu dessen Gunsten und nicht zu Gunsten - zB - seines Volkes entscheidet, wenn er vor der Wahl steht. Das hättest Du aber auch nach meinem ersten Kommentar merken können.

Deiner Kausalkette stimme ich zu. Sofern Du dafür nicht selbst der Beweis sein möchtest, würde mich Deine Definition von Kapitalismus bzw. vom Kapitalisten interessieren.



Westmar
16.11.10 um 13:53
antworten

Kommentar 13

Ein Musiker bleibt ein Musiker, auch wenn er andere Musik spielt... genauso ist es mit dem Kapitalist.
Du meintest, ein Kapitalist sei nur der, der ihn "fröhnt", was meinst Du dann zu den Zitat von Dr. J. G.,was "Walter" hier reingestellt hat?
"Fröhnt" man da nicht den "Staatskapital" nach?
Der Staatskapitalismus ist es ja was wir wollen, der Börsenkapitalismus ist es, was wir nicht wollen, was Dr. J. G. ja seht gut erklärte.

Wem meine Kausalkette auch immer zugestimmt ist, recht gegeben hast Du mir aber. Jeder kann machen und erzählen was er will, schön Demokratisch...



Karl
16.11.10 um 14:30
antworten

Kommentar 14

@Westmar(13): Das Zitat von "Dr. J.G." bestätigt doch, was ich schrieb. Als Wirtschaftssystem schließen sich Kapitalismus und Sozialismus begriffslogisch aus. "Dr. J.G." war jedenfalls nach meiner Kenntnis Nationalsozialist und nicht Nationalstaatskapitalist.

Du bist leider nicht in der Lage, Kapital und Kapitalismus zu unterscheiden. Das ist bedauerlich, aber angesichts der in Deinem letzten (nicht korrigierten) Kommentar offenbarten sprachlichen Defizite durchaus verständlich.

Unsere kleine Diskussion zur Erheiterung aller Mitleser soll daher ein Ende haben.



Bobby
17.11.10 um 08:02
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Kommentar 15

Der Besitzende besitzt und der nicht Besitzende eben nicht!" A.H..30.01.`40

Die Anerkennung des Privateigentums ist eine gute Sache - doch muß durch Erziehung zur Teilhabe, im genossenschaftlichen Sinne eine Lösung gefunden werden - wie es auch die N-Sozialrevolutionäre (der linke Flügel) wollten!

Aber diese Frage erschließt sich erst nach vollbrachter Befreiung und diese ist noch nicht in Sicht!

Wunderbare Erklärungen - wie gewohnt von dieser Plattform und ihren Vertretern!!! Danke!



Berliner
17.11.10 um 20:41
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Kommentar 16

Gut gemacht. Regt an zum Nachdenken.



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