
In keinem anderen Land Europas kommen so wenig Kinder zur Welt wie in Deutschland. Wie eine Studie (PDF) des europäischen Statistikamts "Eurostat" ergibt, wurden pro 1000 Einwohner nur 8,2 Kinder geboren. Dazu kommt, dass Deutschland das einzige EU-Land ist, in dem die Geburtenziffer weiter sinkt. Im Gegensatz dazu steigen die Todesfälle: 844 000 standen im vergangenen Jahr nur 675 000 Geburten gegenüber. Damit schrumpfte die Bevölkerung in Deutschland der Studie zufolge um 168.000 Einwohner.
Das Familienministerium weist die Zahlen zurück. "Die Eurostat-Zahlen für Deutschland sind entweder falsch oder veraltet", so der Sprecher des Familienministeriums, Flosdorff. Laut Statistischem Bundesamt seien im vergangenen Jahr etwa 682.524 Kinder geboren worden, die Brüsseler Studie geht lediglich von 675.000 Neugeborenen für 2008 aus.
Aber auch diese Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Familienministerin von der Leyen der katastrophalen demografischen Entwicklung nicht nur völlig hilflos gegenübersteht, sondern diese auch noch fördert. Denn tatsächlich begünstigt das von ihr eingeführte Elterngeld berufstätige Frauen mit hohem Einkommen auf Kosten der Frauen, deren Beruf Mutter ist.
Während das Erziehungsgeld noch jeder Mutter drei, später zwei Jahre lang 300 Euro in die Hand gab, bekamen sie ab dem Januar 2007 nur noch ein Jahr lang (plus zwei Monate, falls der Vater zuhause blieb) Erziehungsgeld und zwar abhängig vom Verdienst. Bei hohen Einkommen können das bis zu 1800 Euro monatlich sein. Hat eine Mutter jedoch kein eigenes Einkommen, weil sie noch im Studium ist oder Kinder großgezogen hat, bekommt sie nur noch ein Jahr lang 300 Euro.
Je höher der Bildungsstand und damit das Einkommen, desto häufiger aber bleiben Frauen kinderlos. Das geht aus der Untersuchung des Statistischen Bundesamtes über die Geburtenzahlen hervor. Im vergangenen Jahr hatten 28 Prozent der westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren kein einziges Kind. Dieser Anteil ist mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen mit niedriger Bildung und geringerem Einkommen.
Doch damit nicht genug: Nach dem Willen von der Leyens soll das Elterngeld nach der Wahl bis zu 28 Monate gezahlt werden. Voraussetzung dafür müsse jedoch sein, dass beide Elternteile halbtags arbeiten gehen. Das Kind soll frühstmöglich von seinen Eltern getrennt und dem Staat übergeben werden. Von der Krippe in den Pflichtkindergarten und von dort in die Ganztagsschule, wo es zum neuen Gender-Menschen heranerzogen wird.
Wollte man eine wirkliche Kehrtwende der verhängnisvollen Entwicklung einleiten, müsste eine radikale politische Wende auf allen Gebieten erfolgen. Diese darf jedoch nicht so aussehen, dass die bisherigen Maßnahmen, die das deutsche Volk an den Rand des Volkstodes geführt haben, noch schneller fortgesetzt werden. Um den Willen zum Kind zu stärken, muss der Wert des Einzelnen, der Familie und des Volkes aufgezeigt werden. Weil aber diese Werte von den Demokraten nicht einmal anerkannt werden, kann es mit diesen keine Bevölkerungspolitik geben, die unserem Volk das Überleben sichert.
05.08.09
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Spreewaldgurke
06.08.09 um 19:10
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Die Bevölkerungsfrage ist, wie sich immer mehr herausstellt, das Kardinalproblem der europäischen Lage. Siegen wird am Ende doch nur der, der mehr gefüllte Wiegen als Särge hat....
Dr. J.G. (Tagebuch)