
Viele von Euch werden es vielleicht gar nicht mitbekommen haben: Spreelichter wurde gesperrt - diesmal wirklich. Nicht über die von Zensursula und Co. favorisierten Internetsperren, sondern, indem man den Server nach Interventionen abschalten ließ.
Damit dürfte sich die Diskussion um das Zensurgesetz erledigt haben. Immerhin war eines der wesentlichen Argumente für das vom nun zurückgetretenen Bundespräsidenten in Rekordzeit durchgewunkene und anschließend vorläufig ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz, dass man die missliebigen Seiten nicht einfach abschalten könne.
"Geht doch", werden nun einige Demokraten in ihren Amtsstuben lächelnd gesagt haben. Der fürsorgliche Staat schützt seine Bürger, indem er die Meinungsfreiheit auf das "richtige Maß" begrenzt und Kritikern den Mund zuhält oder eben dafür sorgt, dass sie im Internet nicht mehr gelesen, gesehen und gehört werden können.
"Klar geht es", haben wir schon vor Monaten gesagt, als es darum ging, die Stammtischargumentation der Internetausdrucker zu widerlegen. Und wir haben uns darauf eingestellt, mit dem Ergebnis, für Euch vier Stunden später wieder erreichbar zu sein. Immerhin liegen uns die Worte "Ich liebe euch doch alle" des ebenso fürsorglichen Staates von damals mit all seinen Konsequenzen noch in den Ohren.
02.06.10

Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!
Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!
Durchhalten
02.06.10 um 23:08
antworten
Das ist ja eine dreiste Anmaßung der Demokraten.
So kann man wenigstens sicher gehen, dass WIR wichtig genug sind, wenn solche Anstrengungen unternommen werden.
Nada
03.06.10 um 00:49
antworten
Vielleicht nicht wichtig, aber den einen oder anderen wohl durchaus nervend. Und so schwer ist es ja nicht, so einen Provider unter Druck zu setzen, sodass er den Stecker zieht. Schön, dass es so schnell und beinahe nahtlos weiter geht. Vielleicht kommt dadurch ja den verantwortlichen Kreisen mal der Gedanke, dass solche Aktionen nicht viel bringen, wenn sich wer auf solche Fälle einstellt und am Ende nicht überrascht da steht.
Freiheit
03.06.10 um 12:38
antworten
Schlimmer wäre es wohl tatsächlich, wenn über Jahre keine nennenswerten Repressionen passieren, denn dann läuft eindeutig etwas falsch.