Im Laufe der Debatte zur Netzzensur waren bundesdeutsche Demokraten ja gemeinhin als Internetausdrucker verschrien worden. Der Begriff entstand, weil sich mehrere der Verantwortlichen, die sich um die Regulierung und Überwachung digitaler Medien bemühten, aufgrund mangelnder Computerkenntnisse, Ausdrucke der jeweiligen Informationen aus dem Netz von kompetenteren Mitarbeitern anfertigen ließen statt sie selbst mit einem Browser abzurufen.
Mit der Berufung von Kristina Schröder zur neuen Familienministerin schien eine neue Generation angetreten zu sein. Sie ist 32 Jahre jung, in der Lage zu erklären was ein Browser ist ("Was ist ein Browser?", Zypries) und nutzt Mikroblogging-Dienste wie Twitter genauso selbstverständlich wie Ihr. So auch in der aktuellen Diskussion zum "Rekord-Sparpaket", in der sie mit einem Tweet versucht, die vorgeschlagene Streichung des Elterngelds für Hartz IV-Empfänger zu rechfertigen.
"Aber: Eine Familie in Hartz IV, 2 Kinder, erhält inkl. Elterngeld 1885 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?"
Die Antwort aus dem Netz folgte umgehend:
"Aber: Eine Ministerin, keine Kinder, erhält ohne Elterngeld 16.650 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?"
Die Debatte über das Armutsrisiko Kinder scheint mit Schröder ja nun abgeschlossen zu sein.
08.06.10

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Fritz
08.06.10 um 20:05
antworten
Gut gekontert!
Keine wirtschaftlich bedeutsame Tätigkeit und trotzdem dicken Reibach machen...- da leisten die Hartz IV - Empfänger noch mehr für das Volk, weil sie 2 Kinder großziehen.
Schlimmer sind nur noch die Spekulanten: Keine Kinder; keine Güter produzieren und das 100-1000-fache der Demokraten abstauben.