Immerhin leidet die FDP nicht unter mangelndem Selbstvertrauen – aber genau das ist ja auch das Erfolgsgeheimnis jedes Hochstaplers. Von diesen Hochstaplern ist übrigens bekannt, dass sie ihre Lügengeschichten so gut ausgebaut und so oft erzählt haben, dass sie am Ende sogar selbst fest daran glauben!
Zumindest glaubt der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther nun fest daran, dass der Rückhalt von 2 bis 3 Prozent der Wähler, den seine Partei in aktuellen Umfragen nur noch hat, nicht dem Mangel an echten Persönlichkeiten und der eigenen Ideenlosigkeit geschuldet ist, sondern den Medien. Die würden die FDP etwa bei der Finanztransaktionssteuer oder der Vorratsdatenspeicherung falsch darstellen und - haltet euch fest - "immer mehr zur 1. Gewalt im Staate" werden. Die alten Ideen seien alle richtig gewesen, der Fehler liege wohl lediglich darin, dass diese durch die Medien den Menschen nicht richtig erklärt und verständlich gemacht worden seien.
Darum ruft er nun dazu auf, die Zeitungen abzubestellen und die Radio- und Fernsehsender nicht mehr einzuschalten, um den "Kampagnen-Wahnsinn" zu stoppen. Davon mal abgesehen, dass dieser verzweifelte Vorschlag in etwa dem Realitätssinn entspricht, den die FDP bereits während ihrer gesamten Regierungszeit offenbart, dürfte er am Ende auch noch zum Verlust der verbliebenen Restwähler führen. Denn jeder weiß doch, dass es in diesem Staat schon seit vielen Jahrzehnten weniger darauf ankommt, wirklich etwas zu können, als vielmehr darauf, den Wählern erfolgreich die zahlreichen Versprechungen glaubhaft zu machen. Und dazu braucht die FDP die Medien dringend, denn allein mit den eigenen Mitteln scheint das "unerlässliche sympathische Image" nicht so recht anzukommen.
23.01.12

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Hagen
24.01.12 um 07:45
antworten
Ich muss sagen, dass ich völlig hin und weg bin von diesem Filmausschnitt. Bei dieser energievollen Rede und dem schlechten Versuch, Leute zum wählen dieser Demokraten zu bewegen, kann man sich nur hinlegen, und gelangweilt weg-treten. So hin und weg war ich wirklich schon lange nicht mehr.
nanu
24.01.12 um 10:55
antworten
Einfach nur unintressant was die netten, zugleich älteren Herrn so von sich geben. Jahrzehnte geht es doch schon so und nix hat sich getan, ob es CDU oder SPD ist und wieder andersrum. Selbst eine andere, genauso unsinnige Partei, ob im Parlament sitzend oder nicht, muss und wird an sich selbst scheitern. Denn sie sprechen alle gern über soziale Gerechtigkeit, dabei ist ihnen noch nicht einmal bewusst, das wenn es um solch einen Schwerpunkt geht, man das eingene Volk in den Vordergrund stellen muss statt alles andere. Sie sprechen schon garnicht mehr von einem Volk und im "Namen des deutschen Volkes", ist heutzutage nur noch vorgeheuchelt. Ist ja schön wie er sich vorstellt, der Herr Ernst und was er doch so alles erreicht hat in seinem Leben, mit seiner Apotheke und mit seinem Interesse an "Politik", die in Wahrheit keine wahrhaftige ist. Wenn er sich zu (Die Liberalen) zählt, dann muss man ja erst einmal wissen was der Bergiff überhaupt beinhaltet. Sich zum Liberalismus zu bekennen heisst auch, es zu akzeptieren das der Mensch sich als (Individuum) sieht, als unteilbares Einzelstück verbunden mit nicht´s, über sich selbst herrschen kann, als der Staat über ihn. Das bedeutet, die Menschen sollen das machen was sie wollen, ob es gut oder schlecht ist gegenüber der Allgemeinheit. Es führt zu nicht´s und erst recht nicht zu geordneten Verhältnissen in Volk sowie Staat.
Wer seine Stimme gibt, macht sich mit schuldig!
Walter
24.01.12 um 12:28
antworten
Erneutes Lob an die Autorenschaft, die mich immer erneut verwundert, hauptsächlich aufgrund dessen, dass mich eure Quellen immer so erstaunen. Wie kommt ihr nur immer darauf?
Gute Leistung!
Constantin
24.01.12 um 15:22
antworten
Puhhh... Ich bin nach 30 Sek. eingeschlafen. Wie spät ist es??