2030 - Der Mensch geht, der Wolf kommt

2030 – Der Mensch geht, der Wolf kommt

Seit den 90er Jahren gibt es in Brandenburg wieder Wölfe. Da diese Tiere von Natur aus scheu sind und somit vom Menschen besiedelte Gebiete meiden, scheinen sie instinktiv in Teilen Brandenburgs wieder die ideale Heimat gefunden zu haben, erwartet die Menschen in diesem Bundesland doch das gleiche Schicksal, welches der Wolf bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik durchlebte – er starb aus!

War es beim Wolf die fälschliche Annahme, von ihm würde eine Gefahr für den Menschen und die Landwirtschaft ausgehen, welche zur weitestgehenden Ausrottung seiner Art in West- und Mitteleuropa führte, so ist es beim deutschen Volk die todbringende Ideologie seiner Herrschenden, welche dessen Fortbestand in nur 60 Jahren fast unaufhaltsam gefährdet hat.

In Brandenburg wurde das sich abzeichnende Schicksal nun einmal mehr vom Landesamt für Statistik dokumentiert und ist seit Mitte letzter Woche auf 167 Seiten in der Broschüre "Volkstod-Ost" (PDF) – offiziell: "Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg für den Zeitraum 2009 bis 2030" für jedermann nachlesbar.

Sicherlich stellt der Inhalt dieser Prognose keine grundlegend neuen Erkenntnisse dar und spiegelt so lediglich das Gefühl wider, welches jeder frei denkende Deutsche, der aufgehört hat, an das System der Demokraten als Allheilmittel für die Probleme der heutigen Zeit zu glauben, eh schon seit Jahren mit sich herum trägt. Dennoch lohnt es, das genannte Werk näher zu betrachten, unterstreicht es doch in seiner Ausführlichkeit und detaillierten Beschreibung die Dramatik dieser Endzeit, in der uns die Demokraten zu leben gezwungen haben.

So wird sich laut dem Landesamt für Statistik Brandenburgs Gesamtbevölkerung vom Jahr 2008, auf dem die Prognose beruht, bis zum Jahr 2030 um insgesamt 295.000 Menschen - also Rund 12 Prozent - verringern. Der durchschnittliche Bevölkerungsverlust ist mit 13.400 Personen jährlich beziffert, wird sich allerdings ab 2020 aufgrund der Geburtenausfälle der vorangegangenen Generation und dem gleichzeitigen Anstieg der Sterbefälle massiv beschleunigen. Der derzeitige Rückgang der Bevölkerung von rund 8.000 Personen jährlich wird sich somit bis zum Jahr 2030 auf 23.500 Personen fast verdreifachen.

Die Zahl der Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren wird sich von 438.000 auf ca. 250.000 reduzieren. Die sich fast halbierende Anzahl der gebärfähigen Frauen wird sich folglich in den Geburten widerspiegeln. Sind es derzeit bei einer durchschnittlichen Geburtenrate von 1,4 Kindern je Frau in Brandenburg noch 18.800 Neugeborene im Jahr, werden in 20 Jahren im gesamten Bundesland nur noch 9.700 Kinder jährlich das Licht der Welt erblicken.

Parallel wird sich die Entvölkerung durch die altersbedingt steigende Zahl der Sterbefälle, welche um knapp ein Viertel von 26.800 auf 33.200 steigen wird, drastisch beschleunigen.

Als Folge der Verödung ganzer Städte und Regionen, begleitet von Arbeits- und Perspektivlosigkeit, wird sich die heute schon deutlich wahrnehmbare Bevölkerungswanderung von den ländlichen Regionen hin ins Berliner Umland von Jahr zu Jahr verstärken. So ist der Prognose zu entnehmen, dass im Jahre 2030 rund 43 Prozent der Brandenburger im Umland der Hauptstadt leben werden, auf einem Gebiet, welches, territorial gesehen, nur etwa 10 Prozent der gesamten Fläche Brandenburgs ausmacht. In den restlichen Gebieten stellt sich der Bevölkerungsschwund mit 22 Prozent sehr viel dramatischer dar als im Durchschnitt für das gesamte Bundesland.

Auch die prognostizierte Bevölkerungsdichte lässt vermuten, dass vor allem östliche Regionen in Zukunft mehr dem Wolf anstatt dem Menschen als Lebensraum dienen werden. So werden in den Gebieten außerhalb des Berliner Umlands lediglich 48 Einwohner pro km² vorzufinden sein – also nur noch knapp ein Fünftel des derzeitigen Bundesdurchschnitts von 230 Personen je km².

Noch düsterer sind die Aussichten, welche laut Prognosen die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte erwarten. Fast alle werden bis zum Jahr 2030 ein Fünftel bis ein Achtel ihrer Bevölkerung allein aufgrund des Geburtendefizits verlieren. Zusammen mit dem zu erwartenden Wegzug überwiegend junger Menschen wird sich in einzelnen Kreisen ein Bevölkerungsverlust von knapp 30 Prozent einstellen. Die Prignitz wird hierbei mit 27 Prozent die traurige Spitze ausmachen, gefolgt von der Uckermark mit 26 Prozent und dem Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 25 Prozent.

Der Geburtenrückgang, die erhöhte Sterberate und die Abwanderung ganzer Generationen werden auch auf dem Wohnungsmarkt gravierende Spuren hinterlassen. So ist davon auszugehen, dass bis 2030 zusätzlich 150.000 Wohnungen abgerissen werden. Doch anstatt sich Gedanken zu machen, wie man diesen Leerstand wieder mit Leben füllen könnte, haben sich die Entscheidungsträger längst mit dem Tod unserer Heimat abgefunden und beratschlagen nun, wie dem sich abzeichnenden Schicksal noch das letzte bisschen Profit entlockt werden kann.

So auch Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen:

"Diese Prognose ist ein Weckruf an den Bundesbauminister Peter Ramsauer: Der Stadtumbau-Prozess darf nicht ins Stocken geraten! Außerdem muss vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dafür Sorge getragen werden, dass es genug und bezahlbare Wohnangebote für Senioren und einkommensschwache Haushalte gibt."

Dass sie mit dieser Forderung in der Politik nicht auf taube Ohren stoßen wird, dem kann sich Frau Kern gewiss sein. So ist die Umgestaltung Brandenburgs hin zur altersgerechten Wohn- und Sterberegion, zum Hospiz der Bundesrepublik, unlängst Bestandteil des SPD/SED Koalitionsvertrages der derzeitigen Landesregierung geworden:

"Nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtumbau bleiben eine zentrale Aufgabe der Landespolitik. Die Diskussion über die Fortführung Stadtumbau Ost und Stadtumbau West bis 2016 wird die Landesregierung mit dem Ziel führen, den unbestrittenen Bedarf für den weiteren Umbau der Städte im Land Brandenburg finanziell abzusichern. [...] Die Wohnraumstruktur muss dem veränderten Bedarf angepasst werden. Die Koalition setzt sich für die barrierearme und altersgerechte Gestaltung von Wohnraum, Wohnumfeld und Infrastruktur ein."

Ist der Bevölkerungsschwund ein Prozess, der sich in ganzen Regionen meist schleichend und für den Einzelnen schwer ersichtlich vollzieht, wird der Einzug des Volkstods in den jeweiligen Städten schon in naher Zukunft kaum übersehbar sein. So wird Eisenhüttenstadt in nur 20 Jahren über 40 Prozent weniger Einwohner verfügen. In Guben, Schwedt/Oder, Wittenberg, Lauchhammer und Senftenberg zeichnet sich mit jeweils 30 bis 34 Prozent Bevölkerungsverlust eine ähnliche Situation ab.

Auch wenn das genau jene Städte sein werden, in denen die Einwohner begreifen, dass die Demokraten ihre Heimat haben sterben lassen, so wird ernsthafter, flächendeckender Widerstand gegen das herrschende System zu diesem Zeitpunkt kaum noch zu erwarten sein - geht doch mit der sich parallel vollziehenden Vergreisung der Bevölkerung schon heute eine Trägheit einher, welche mehr als das alltägliche Gemecker am Stammtisch nicht zulassen wird.

So wird der landesweite Altersdurchschnitt bis 2030 auf 53,2 Jahren steigen, in der Prignitz und dem Spree-Neiße-Kreis nähert er sich mit 57,3 und 56,4 Jahren sogar allmählich dem Rentenalter an.

Der Bevölkerungsanteil der unter 15-Jährigen, welcher vor etwa 40 Jahren noch bei 25 Prozent lag, wird bei 9 Prozent liegen. Somit werden in 20 Jahren nur noch rund 201.000 Kinder in Brandenburg leben.

In Wittenberge, Schwedt/Oder und Guben wird sich die Anzahl der Kinder sogar um mehr als die Hälfte reduzieren. In der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (19 bis 26 Jahre) ist mit einem Rückgang von 90.000 Personen zu rechnen, was einer Verringerung um 41 Prozent entspricht. Generell wird die Anzahl der Erwerbsfähigen im Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt um 30 Prozent sinken, während bei den über 65-Jährigen mit einem Zuwachs um 52 Prozent zu rechnen ist. Befindet sich derzeit jeder fünfte Brandenburger im Rentenalter, wird es 2030 bereits jeder dritte, in Wittenberg und Guben sogar jeder zweite sein.

Somit wird sich das Zahlenverhältnis der wirtschaftlich abhängigen Personen zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter deutlich erhöhen. Das bedeutet, dass im Jahre 2030 rechnerisch jeder Erwerbsfähige sich selbst und etwa eine weitere Person im Kindes- oder Seniorenalter zu versorgen hat. Diese Zahl würde noch bedeutend ungünstiger ausfallen, würde man anstatt der potentiell Erwerbsfähigen die tatsächlich Erwerbstätigen einbeziehen, welche bei einer derzeitigen Arbeitslosenquote von 12 Prozent deutlich geringer zu beziffern sind.

Das sich hier vom Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg anhand der "Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg für den Zeitraum 2009 bis 2030" abzeichnende Zukunftsbild stellt eine Bankrotterklärung der Demokratie und all ihrer Vasallen dar. Was hier am Beispiel Brandenburgs dargestellt wird, ist keine Fiktion, sondern die Zukunft, die uns die Demokraten bescherten und welche nach und nach auch in allen anderen Bundesländern Einzug halten wird.

Gelingt es nicht rechtzeitig, das Ruder herumzureißen und das herrschende System für immer in die Geschichtsbücher zu verbannen, wird der Schaden, den unser Volk davon trägt, irreparabel sein. Dabei geht es hier nicht nur um den wirtschaftlichen und finanziellen Schaden, den beispielsweise steigenden Krankenkassen-, Renten- und Sozialbeiträge in Folge des demografischen Wandels mit sich bringen.

Es geht um den substanziellen Schaden an unserem Volke, an unserem Wesen, dem im Zuge der Demokratenherrschaft sämtliche Lebensgrundlagen entrissen wurden, ein Volk, das sich von Generation zu Generation halbiert, das sich einer systematischen, geistigen Verflachung ausgesetzt sieht, welches Überfremdet und seiner eigenen Identität entfremdet, zu einer kulturlosen, traditionslosen, trägen und konsumierenden Masse umerzogen wird.

Der Wolf hat es geschafft, in Brandenburg wieder Fuß zu fassen, doch schaffen wir es auch?

20.05.10

Kommentare

Rurik
20.05.10 um 12:40
antworten

Kommentar 1

"Brüder befehden sich und fällen einander,
Geschwister sieht man die Sippe brechen.
Der Grund erdröhnt, üble Disen fliegen;
Der eine schont des andern nicht mehr.

Unerhörtes ereignet sich, großer Ehbruch.
Beilalter, Schwertalter, wo Schilde krachen,
Windzeit, Wolfszeit eh die Welt zerstürzt."

Wöluspa - Der Seherin Ausspruch (Edda)



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