
Wie an jedem Freitag Nachmittag ist Hans auf dem Heimweg zu seiner Frau und seinen drei Kindern, die irgendwo in Südbrandenburg in einem kleinen Dorf leben. Für den Traum vom Eigenheim hatte die Familie sich einst hoch verschuldet. Seit Hans vor 3 Jahren seine Anstellung bei einer Baufirma in Südbrandenburg verlor, fährt er jeden Montag um 4 Uhr morgens nach Berlin, Hamburg oder Hannover, um dort für eine Leiharbeiterfirma auf Großbaustellen zu arbeiten und zusammen mit Kollegen aus aller Welt in einem Wohncontainer zu nächtigen, bis es freitags endlich wieder nach Hause geht.
Seinen alten Betrieb gibt es nicht mehr, und mit nunmehr 42 Jahren hat Hans die Hoffnung auf eine neue Festanstellung in seiner Heimat schon lange aufgegeben. Die Schulden, die oft unerfüllbaren Wünsche und Erwartungen der Kinder und der Druck aus dem familiären Umfeld - nur schwer kann Hans sich an diese Situation gewöhnen. Bis ans Ende seines Lebens soll es nun so bleiben?
Wie gern würde Hans etwas ändern - doch wie? Neben der Arbeit und den wenigen Stunden mit der Familie am Wochenende bleibt keine Zeit. Ohne die Arbeit wäre das mühsam aufgebaute Glück im eigenen Haus bald vorüber, eine städtische Neubausiedlung wäre dann sicher die Endstation. Hans bleibt keine Wahl: Wären da nicht die Kinder… aber so darf man nicht denken! Wie viele jüngere Kollegen, die er jede Woche trifft, können gar nicht begreifen, wie man sich derart an eine Region binden kann. Für sie ist es selbstverständlich, der Arbeit hinterher zu ziehen. Für eine eigene Familie ist da zwar kein Platz mehr, aber so etwas ist ohnehin nur unpraktisch. Es sind eben andere Zeiten, als noch vor Jahrzehnten.
Noch in Gedanken versunken, stockt plötzlich der dichte Pendlerverkehr auf der A13 Richtung Süden. Etwa 300 Meter vor Hans bietet sich ein düsterer Anblick: Auf einer Autobahnbrücke haben Sensenmänner Aufstellung genommen. Ein 16 Meter langes Transparent haben sie ausgebreitet, auf dem in großen Buchstaben geschrieben steht, was Hans oft spürte, aber nie in dieser Klarheit zu formulieren gewagt hätte: "Demokraten bringen uns den Volkstod". Und wahrlich - von blühenden Landschaften, sicheren Renten, sinkender Arbeitslosigkeit und einer aussichtsreichen Zukunft kann Hans nichts finden - nichts von alldem, was die Demokraten seit den 90ern versprochen haben und noch immer versprechen. Nur, dass dort, wo Hans einst zur Schule ging, heute ein Jobcenter eingerichtet ist, fällt ihm plötzlich ein. Und dass von einst fünf Schulen in seiner kleinen Heimatstadt heute nur noch eine einzige existiert. Dass die Sportvereine kaum noch Mitglieder haben, da fast niemand mehr Sinn und Zeit für Gemeinschaftsleben hat, sondern entweder nur am Wochenende, nur noch alle paar Monate, oder überhaupt nicht mehr in die Heimat kommt, da er auf dem "Arbeitsmarkt" zu anderen Standorten "hingekauft" wurde. Immer dachte Hans, das sei wohl alles eine Frage der Entwicklung, eine nicht aufzuhaltende Laune des Zeitgeistes. Doch was soll in kommenden Generationen passieren? Gibt es wirklich eine natürliche Entwicklung, die das Auslöschen kleiner Gemeinden und Städte, die Entvölkerung ganzer Landstriche zum Ziel hat? Oder ist es einfach nur praktischer, Produzenten und Konsumenten anonym und geballt in großen Städten zusammenzufassen? Praktischer für die Mechanismen des Systems der Herrschenden? Wenn ja, dann gibt es die natürliche Entwicklung gar nicht, mit der sich Hans schon abgefunden hatte. Wenn sie aber nicht natürlich, sondern von Menschen erzwungen ist… dann kann man sie noch stoppen!
Autofahrer lesen und diskutieren das Transparent der Sensenmänner. Lichthupen, Winken, zustimmende Rufe und Blicke, ja sogar verbotenerweise ausgestreckte rechte Arme, aber auch Empörung einiger Herren in dicken Autos, die lieber schnell nach Hause wollen - all das spielt sich rings um Hans ab. Als er selbst die Brücke passiert, winkt er den offenbar sehr jungen Kostümierten zu. Sie sind vielleicht die Letzten, die den Niedergang ihres Volkes noch aufhalten können - und das wissen sie anscheinend. Keine Spur von Angst vor dem System - offen wird beim Namen genannt, worin die Ursache des Volktods liegt: Nicht in einer natürlichen Entwicklung, in der "die Welt zusammenwächst", sondern in den Plänen der Demokraten, für ihre politische Macht und ihr Wirtschaftssystem das Leben ihres eigenen Volkes zu opfern.
Als Hans zu Hause angekommen ist, sorgt die erlebte Aktion schnell für Gesprächsstoff im Ort. Hier kann inzwischen fast jeder verstehen, worum es geht - denn hier ist der Volkstod bereits allgegenwärtig. Eine Hoffnung auf Veränderung nach der nächsten Wahl oder gar das Vertrauen, die Demokraten würden schon bald bessere Lösungen finden, sind hier nicht mehr vorhanden - im Gegenteil: Langsam begreift man endlich, dass die Demokraten für ihre Ziele gar keine besseren Lösungen zu suchen brauchen - der Bestand ihres Systems ist ihr einziges Ziel, und der Tod unseres Volkes ist der Preis, den sie gern dafür zahlen. Je mehr Deutsche das erkennen, umso mehr Deutsche werden dafür sorgen, dass diese Rechnung nicht aufgeht.


31.03.09
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Sehr...
01.04.09 um 10:39
antworten
...beeindruckend, besonders das passende Video! Sowas sollte bundesweit gemacht werden. Ihr zeigt endlich auf die Stellen, die wichtig sind, anstatt nur an Symptomen innerhalb des Systems herumzubasteln, wie es fast alle im nationalen Lager leider tun. Das Feindbild muss so klar und deutlich zum Vorschein kommen, wie hier - dann ist eine Aktion sinnvoll! Weiter so!
Enno
01.04.09 um 11:39
antworten
Weiter so, sehr beeindruckend. Der Feind muss ganz klar angesprochen werden!
Olli
01.04.09 um 17:38
antworten
Sehr gelungene Aktion,weiter so war ein schöner denkanstoss!
Meinhardt
02.04.09 um 15:40
antworten
Klasse Text und Aktion!
Beste Grüße
.......
02.04.09 um 17:28
antworten
wirklich gute Ideen und noch bessere Taten! ...
Dickes Lob!
Flo
03.04.09 um 00:07
antworten
Wirklich Klasse!
Generell ist eure Seite, sowie die Aktionen Beachtenswert!
Weiter so und schöne Grüße aus Niedersachsen!
VF
03.04.09 um 22:55
antworten
Meisterleistung!!!
Videos und Texte dieser Seite sind sehr bemerkenswert.
Mein Geist erwacht nach langer Zeit!
Gruss aus Sachsen-Anhalt!
Wolfgang :)
04.04.09 um 10:12
antworten
Hat jemand ein Link, wo es diese Kostüme gibt?
@Wolfgang :)
04.04.09 um 12:18
antworten
Hier gibt es relativ billige:
http://www.partypaket.de
Handyvideo
05.04.09 um 00:08
antworten
http://rapidshare.com/files/217498082/volkstod_a1.3GP.html
Leni
06.04.09 um 20:35
antworten
Unglaublich gute, professionelle, ansprechende Arbeit! Von der Idee, über die darstellerische Umsetzung bis zum fertigen Kunstwerk:
G E N I A L !
Alle Achtung!
:)
08.04.09 um 14:30
antworten
Klasse Aktion!
Sehr geiles Video
kleene
22.04.09 um 19:43
antworten
Ich find die Aktion mal voll klasse...
Weiter so, auch eure Seite ist genial...
Grüsse aus Brandenburg
Njörd
26.05.09 um 15:44
antworten
...die aufstellenden Haare im Nacken, formen die Fäuste und wütende Tränen der Hoffnung lassen den Blick verschwimmen, der das Ziel nicht vergißt... Eine knorcke Seite - Ihr gebt Kraft!
Heil Euch, von der Waterkant!
Nachdenken
18.09.09 um 15:52
antworten
Hans, was sind die Ursachen?
Schauen wir zurück:
Geschichte 1933-1945 und seine Folgen:
geteiltes Deutschland in 4 Besatzungszonen und die Wiedervereinigung dürfte bekannt sein.
Ihr erklärt das jetzige System für gescheitert.
Fakt ist: Das System 1933-1945 ist deutlich gescheitert.
Hans hat sich für ein Eigenheim entschieden, also weg von der städtischen Neubausiedlung. Sagen wir, dieser Traum kostet mal eben 100 000 €, was ich persönlich als zu niedrig erachte.
Macht eine monatliche Rate in Höhe von 1000 € und das 8 Jahre und 4 Monate lang. Runden wir auf, weil sicher ein Kredit in Anspruch genommen wurde und vllt. noch ein wenig Einrichtung, Aussenanlagen dazukommen, hat er vllt. 10 Jahre diese 1000 € zu bezahlen.
(Bei einer Kreditaufnahme von 200 000 € vermutlich ca. 10 Jahre à 2000 €).
1000 € im Monat beiseite legen für einen Traum?
Auf 10 Jahre lang...
Eine wirklich lange Zeit. Und nicht gerade wenig Geld.
Das bekommen manche nicht auf die Hand, die arbeiten gehen.